Ferrara: Stadt der Renaissance






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Die Glanzzeit dieser Stadt dauerte 200 Jahre lang, als das Geschlecht der d'Este im 15. und 16. Jahrhundert herrschte. Es war das erklärte Ziel der Fürsten, die mittelalterliche Enge des venezianischen Ferraras zu überwinden.

So entstand eine prächtige Renaissance-Stadt. Machtzentrale und Musentempel zugleich war der Fürstenhof, das Castell. Dichter wie Ariost und Tasso machten den Hof von Ferrara weltberühmt, und schon früh wurde eine Universität gegründet.

Auch heute noch wird in vielen Gebäuden die Lebensart des 15. Jahrhunderts lebendig, zum Beispiel im Lustschloss der d'Este "Schivar la Noia" mit seinen erotischen Fresken. Und hier in der Stadt musste auch der Prediger Savonarola sterben, dessen Bußpredigten die Kirche und die Bürger aus der Dekadenz und dem Wohlleben aufrütteln sollten.

Buch und Regie: Christian Romanowski
Kamera: Gerd Bleichert



Kulturdenkmal: Stadt der Renaissance, u. a. mit Kathedrale, dem Castello Estense, der um 2 Höfe angelegten Casa Romei, dem Palazzo di Schifanoia, Palazzo dei Diamanti

UNESCO-Ernennung: 1995

774
päpstlicher Besitz

10. Jh.
Lehen der Markgrafen von Tuszien

1135
Baubeginn der fünfschiffigen Kathedrale

1240
Ferrara Lehen des Hauses der Este

1385
Baubeginn des Castello Estense

um 1445
Bau der Casa Romei

1450-71
Herrschaft des Markgrafen Borso, seit 1452 Herzog von Modena und Reggio, seit 1471 von Ferrara

1451-1595
Bau des Campanile

1466-93
Umbau des Palazzo di Schifanoia

1471-1505
Regentschaft von Ercole I.

1475-81
nach Entwurf von Biagio Rossetti Umbau des Palazzo Comunale

1492
Baubeginn des Palazzo dei Diamanti nach Entwurf von Biagio Rossetti

1498/99
Bau der Apsis der Kathedrale nach Entwurf von Biagio Rossetti

1505-34
Regentschaft von Alfonso I.

1597-98
als päpstliches Lehen eingezogen und an den Kirchenstaat gefallen

1930-35
Instandsetzung des Palazzo di Ludovico il Moro


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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