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"Città del Palladio" - so nennen die Bürger des Veneto stolz Vicenza. Und dies nicht ohne Grund: Kein anderer Baumeister hat das Gesicht dieser Stadt so nachhaltig geprägt wie Andrea Palladio (1506-1580), der Meister der Hochrenaissance, in dessen Entwürfen und Bauwerken sich klassische Eleganz und antike Vorbilder zu einer idealen Einheit verbinden. 1524 kam der junge Andrea als Lehrling in eine Steinmetzwerkstadt nach Vicenza. In den folgenden 60 Jahren gestaltete er die gotische Kleinstadt nach seinen Maßstäben um. Er hatte ganz Vicenza zu seinem Haus gemacht. Sein bedeutendster Bau im Zentrum der Stadt ist die "Basilica Palladina", deren umlaufende Marmorfassade sich in zweigeschossigen Arkaden öffnet. Ihr gegenüber die "Loggia del Capitano" mit hohen Rundbogenarkaden. Für zwölf Bauherren hat Palladio allein innerhalb der Stadtmauern Palazzi entworfen. Viele reiche Bürger der Stadt wollen sich darüber hinaus eine der gerühmten Villen auf dem Land bauen lassen, darunter die "Villa Rotonda" die beispielhafteste unter den Profanbauten der Spätrenaissance: Mit rundem kuppelüberwölbtem Saal und antiken Tempelfronten an allen vier Seiten der Villa. Den Italienreisenden Goethe zog es magisch zu Palladio, dem Erneuerer der Baukunst der Antike, "Der erst mit unglaublicher Mühe sich an den Alten herangebildet, um sie alsbald durch sich wiederherzustellen", so schrieb der Dichterfürst.
Buch und Regie: Christian Romanowski Kamera: Gerd Bleichert
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Kulturdenkmal: Bauwerke des Architekten Andreas Palladio
Unesco-Ernennung: 1994, erweitert 1996
um 1400 Baubeginn des neuen Doms Santa Maria Maggiore
1428 Bau des Santuario della Madonna di Monte Berico als gotische Basilika
1479-1504 Santa Corona teilweise neu aufgebaut
1508 Geburt des Andrea Palladio
1546-1617 Wiederaufbau der Basilica Palladiana
1550-1680 Palazzo Chiericati
1566/67 Villa Almerico Capra, genannt »La Rotonda«
1570/71 Loggia del Capitano
1576 Umbau des Santuario della Madonna di Monte Berico nach Plänen Palladios
1580 Tod Andrea Palladios in Vicenza
1946-50 nach Beschädigung im 2. Weltkrieg Wiederaufbau von Santa Maria Maggiore
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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