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Die mächtige Arena von El Djem, in der kargen Steppe Mitteltunesiens gelegen, war eine der größten des römischen Imperiums und annähernd so groß wie das Colosseum in Rom: ein überragender Monolith, 150m lang und 120m breit, mit einer Höhe von 36m. 200 Jahre nach Christus erbaut, ist es ein Denkmal der blühenden Kultur des antiken Thysdrus, das nach Karthago die zweitgrößte Stadt des römischen Imperiums in Afrika war.
Noch heute kann man die Kämpfe der Gladiatoren mit Löwen und Tigern, die mörderischen Wagenrennen, die Todesschreie und das Geschrei einer vieltausendfachen Menschenmenge beim Anblick dieses Bauwerks erahnen, dessen Steinquader und unzählige Rundbögen in der abendlichen Sonne wie Gold glänzen.
Es ist aber auch ein Denkmal der Geschichte der selbstbewußten und ehrgeizigen Bürger von Thysdrus, die sich daran machten, eine solche Arena mitten in der Steppe zu bauen, - weitab vom Meer und allen Handelsstraßen.
Buch und Regie: Horst Brandenburg Kamera: Thomas Ch. Weber
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Kulturdenkmal: dreigeschossiges Amphitheater für bis zu 35000 Zuschauer, 148 m lang, 122 m breit, 36 m hoch und mit 68 Arkaden versehen
Unesco-Ernennung: 1979
46 v. Chr. Gründung von Thysdrus
um 230 Bau des Amphitheaters
238 Niederschlagung einer Revolte durch Truppen des in Thrakien geborenen römischen Kaisers Maximinus Thrax (173-238)
7. Jh. Umbau zur Festung der gegen die Araber kämpfenden Berberführerin Damia Kahina
1695 teilweise Zerstörung, als Bey Mohammed eine Bresche schlagen ließ
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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