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Ein jeder, der in dieser Region einst nach Macht strebte, buhlte um sie: die tunesische Hafenstadt Sousse im Sahel. In ihrer fast dreitausendjährigen Geschichte gehörte sie allen einmal - Phöniziern, Römern, Byzantiniern, Arabern, Türken und Europäern.
Ihr jetziges Gesicht erhielt sie im 9. Jahrhundert, als sie im Auftrag des Herrschers von Bagdad zum Islam bekehrt wurde. Die dazu abgesandte Dynastie der Aghlabiden baute eine prächtige Moschee, eine befestigte Zitadelle und ein imposantes Wehrkloster, in dem sich Rittermönche auf den Märtyrertod vorbereiteten.
Heute ist die arabische Altstadt tadellos restauriert. Neben der Stadtmauer sind auch die islamischen Wehrbauten fast vollständig erhalten.
Buch und Regie: Ulrike Becker Kamera: Thomas Ch. Weber
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Kulturdenkmal: Altstadt (Medina) mit der im 9. Jh. angelegten und heute noch 2,5 km langen Stadtmauer, die im 2. Weltkrieg schwer beschädigt wurde, den Souks zwischen der 40 m hoch gelegenen Kasbah und der Klosterburg (Ksar er-Ribat) sowie der Großen Moschee
Unesco-Ernennung: 1988
9. Jh. v. Chr. Handelsplatz der Phönizier
2.- 4. Jh. Anlage von Katakomben, 240 unterirdischen Gängen, als Begräbnisplatz für rund 15000 Menschen, einziges verbliebenes Zeugnis der römischen Epoche
800 - 909 wirtschaftliches Zentrum der Aghlabiden
um 821 Bau der Klosterburg (Ksar er-Ribat)
850/51 Bau der Großen Moschee
859 Bau der Stadtmauer
874 Erneuerung der Stadtmauer
1205 Verstärkung der Stadtmauer
1881 französische Besetzung
1942 im Verlauf des Afrika-Feldzuges Besetzung durch deutsche und italienische Truppen
1943 Rückeroberung durch alliierte Verbände der Briten und Franzosen
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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