Teruel: Mudéjar-Architektur in Teruel






Filmtext
Interaktives Bilderbuch
Filmmusik
Externe Links

 


link



In Teruel, im spanischen Süd-Aragonien, steht das bedeutendste Ensemble der Mudejar-Architektur, 1986 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Es umfasst die drei Backsteintürme der Kirchen El Salvador, San Martin und San Pedro sowie den Glockenturm und die Artesonadodecke der Kathedrale. Teruel hat sich einen letzten Rest von spanisch-arabischem Charme bewahrt: Kleine Gassen, Erkerbalkone und Patios im arabischen Stil.

Mudejares, die Geduldeten, wurden die Araber von den Christen nach der Rückeroberung genannt. Die Mudejares waren geschickte Handwerker und kreative Baumeister. Und so geschah das Paradox: Arabische Architekten, Keramiker und Maler entwarfen christliche Kirchen. Islamische Backstein- und Azulejo-Dekor verbindet sich mit christlicher Romanik und Gotik. Dieser einzigartige Stilmix wird Mudejar-Architektur genannt. Der Film von Sabine Willkop ist freilich kein kunstgeschichtlicher Diskurs, denn die Architektur erzählt ein wichtiges Kapitel spanischer Geschichte. Vom Alltag des Mudejares berichtet der Film, vom Zusammenleben zwischen Christen und Arabern, von Geschichten und Legenden rund um die Architektur.

Buch und Regie: Sabine Willkop
Kamera: Peter Wendt



Kulturdenkmal: Mudéjar-Architektur in Teruel

Unesco-Ernennung: 1986

1171
Eroberung Teruels durch Alfons II.

Beginn 13. Jh.
Tod der »Liebenden von Teruel«

1257
Turm der Kirche Santa María de Mediavilla

1277-1315
Kirche El Salvador

1315/16
Glockenturm der Kirche San Martín

1319-92
Bau der Kirche San Pedro

1502
Schließung der letzten Moschee

1555
Entdeckung der Mumien der »Liebenden von Teruel« in der Kapelle San Cosme y San Damián

1587
Santa María de Mediavilla zur Kathedrale erhoben

Winter 1937 / 38
im Spanischen Bürgerkrieg »Schlacht um Teruel«, 30000 Tote in 70 Tagen


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



SWR
A-Z | Suche | Kontakt | Impressum 
© SWR 2010