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Die spanische Stadt Córdoba ist ein Symbol für das Miteinander und Gegeneinander der Religionen und Kulturen. Juden, Christen und Moslems lebten hier im Kalifat friedlich miteinander. Als Córdoba im 8. Jahrhundert unabhängiges Emirat wurde, erbauten sich die Moslems ein neues Gotteshaus. Damit wurde die Stadt das islamische Pilgerzentrum des Abendlandes, außerdem Begegnungsstätte von Lehrmeistern, Dichtern und Gläubigen.
Bald nahmen die Dogmatiker des Islams zu, sie verfolgten Andersdenkende. Aus dem Dialog der Kulturen wurde ein Kampf der Kulturen. Im 13. Jahrhundert, nach dem Bürgerkrieg, zogen hier die katholischen Könige Kastiliens ein. Die Moschee wurde nicht nur zur christlichen Kathedrale geweiht, sondern auch umgebaut. Die offenen Wände wurden geschlossen, ganze Kirchenschiffe angebaut. Mit den Königen kam auch die Inquisition nach Córdoba, dessem Gericht im maurischen Palast Alkazar tagte.
Die Bilder dieses Filmes verdeutlichen dieses Mit- und Gegeneinander und führen ein in die eindrucksvolle Architektur dieser Stadt.
Buch und Regie: Ursula Böhm Kamera: Ralf Nowak
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Kulturdenkmal: Altstadt mit der zur Kathedrale umgewandelten 19schiffigen Mezquita, einer Moschee, dem Alcázar de los Reyes Cristianos, dem Palacio Episcopal (16. Jh.), dem jüdischen Viertel hinter der Puerta de Almodóvar und dem zinnenbekrönten Torre Fortaleza de la Calahorra
Unesco-Ernennung: 1984, erweitert 1994
152 v. Chr. Gründung einer römischen Siedlung Corduba
711 Einnahme durch berberische Truppen
756 Residenz von Abd ar-Rahman I.
785-96 erster Bau der Mezquita unter Verwendung von antiken Säulen
833-48 Erweiterung der Mezquita um acht Joche nach Süden
10. Jh. Blütezeit unter den Omajjaden
962-66 Erweiterung der Mezquita um zwölf Joche
987-90 Erweiterung der Mezquita um acht Schiffe
1236 Eroberung durch die Armee von Ferdinand III., genannt der Heilige
1377 Puerta de Perdón
1486 im Alcázar Empfang Christoph Kolumbus' durch die Katholischen Könige
1523 Kathedrale in Mezquita gesetzt
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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