Potosi: Stadt und Silberminen von Potosi






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Potosí ist ein lebendiges Erbe der Menschheit. Es besteht aus einem kegelförmigen Berg in den Anden Boliviens, in dem es einmal die reichsten Silberminen der Welt gab. Am Fuß des Berges befindet sich die Stadt Potosí mit einem kunstvollen Bewässerungssystem und Aufbereitungsanlagen für das Silbererz. Im 17. Jahrhundert war die Blütezeit dieser Stadt. Da war Potosí wegen seines Silbers so bedeutend wie London, Paris oder Berlin.

Dieser Prunk der Kolonialherren kann nicht erhalten werden, die Stadt verfällt langsam. Auch wenn es hier keine Zwangsarbeit mehr gibt, suchen jeden Tag 4000 Indios auf primitive Weise nach den Resten von Silber, Zinn und Blei, denn eine andere Arbeit gibt es hier für sie nicht.

Der Teufel - der Schutzpatron der "mineros" - erzählt im Film die traurige Geschichte von Potosí und seinem einst so reichen Berg, von der Zwangsarbeit unter Tage, er führt durch Stadt und begleitet zu einem Fest, auf dem die Indios ihrer Mutter Erde, ihrer Gottheit Pachamama ein weißes Lamm opfern.

Buch und Regie:Albrecht Heise
Kamera: Peter Wendt



Kulturdenkmal: Potosí; Stadt und Silberminen

Unesco-Ernennung: 1987

10.4.1545
Stadtgründung

1553
Ernennung zur Villa Imperial

1572
Baubeginn Casa Real de la Moneda

1590
Bau von San Bernardo

1611
Einwohnerzahl von 150000, neben London eine der größten Metropolen

1685
Gründung des Karmeliterklosters Santa Teresa

1705
Neubau der Kirche La Compañía

1707-26
Erweiterung des 1547 gegründeten Convento de San Francisco

1728-44
San Lorenzo

1773
Vollendung des Neubaus der Casa Real de la Moneda (Königliche Münze)

1809-36
Kathedrale

1825
Unabhängigkeit Boliviens

1952
Verstaatlichung des Bergbaus, Gründung der Corporación Minera de Bolivia

1985
Übernahme der Schürfrechte im Cerro Rico durch 45 Kooperativen

1990
Restaurierung von San Lorenzo


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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