Palmyra: Ruinen von Palmyra






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Palmyra, das ist die Palmenreiche, die große Oase auf halbem Weg zwischen Euphrat und Mittelmeer. Eine arabische Stadt, die auch zu römischer Zeit unabhängigen Handel betrieb.

Im 2. und 3. Jahrhundert war Palmyras große Zeit. Das Geschäft mit den Karawanen blühte. Der wirtschaftliche Erfolg brachte Palmyra auch politische Macht. Hier residierte der Statthalter der römischen Provinz des Orients. Die Erscheinung und das Leben in der Stadt wurde nach römischem Vorbild verändert. Es entstand ein Forum, ein Amphitheater, Tempelanlagen und Straßen.

Die Geschichte Palmyras sind aber nicht nur imposante Bauwerke, es ist auch die Geschichte von Menschen, die das Geschick dieser Stadt gelenkt haben.

Der Film erzählt von der schönen Zenobia. Sie selbst ernannte sich zur Königin von Palmyra und eroberte Ägypten, die Kornkammer des Römischen Reichs. Doch Zenobia wird von den Römer geschlagen und muss mit ihnen die Stadt verlassen. Palmyra wird verschont. Aber die Stadt erhebt sich ein zweites Mal, kurz nach dem Abzug der Truppen und diesmal kennen die Römer keine Gnade: Palmyra wird geplündert und geschleift. Doch der Mythos, der zwischen den großen Ruinen im Wüstensand geblieben ist, ist auch heute noch lebendig.

Buch und Regie: Jens Dücker
Kamera: Marcus Hausen



Kulturdenkmal: 10 qkm große Ruinenstadt

Unesco-Ernennung: 1980

um 7000 v. Chr.
nachweislich jungsteinzeitliche Besiedlung

32 n. Chr.
Weihe des Heiligtums des Baal

129
Besuch Kaiser Hadrians

um 212
Status einer Colonia

269-72
Blütezeit des palmyrischen Reiches unter Königin Septimia Zenobia

273
Zerstörung der Stadt auf Befehl Aurelians

274
vermutlich Hinrichtung Zenobias in Rom

297
Errichtung eines Heerlagers

4. Jh.
Bischofssitz

um 1620
Entdeckung durch den Italiener Pietro de la Valle

1721
Veröffentlichung erster Stiche der Ruinenstadt durch Fischer von Erlach, Baumeister des Barockkaisers Karl VI.


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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