Baalbek: Ruinen von Baalbek






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Baalbek ist eine Stadt im Osten des Libanons zwischen den Flüssen Litani und Asi. Der Name bedeutet "Stadt Baals" und bezog sich auf den Sonnengott, den die Griechen mit ihrem Gott Helios gleichsetzten.

Der große Sonnentempel maß etwa 49x88 Meter und enthielt 58 korinthische Säulen. Der Tempel scheint auf einem künstlichen Erdhügel errichtet worden zu sein. Der Jupitertempel, ebenfalls im korinthischen Stil, maß 69,2x35,7 Meter und war von 42 einfachen Säulen umgeben. Der Bacchustempel befindet sich vor dem Jupitertempel, an den der kleine Venustempel, von sechs Granitsäulen getragen, anschloss. Von einer christlichen Basilika aus dem 4. Jahrhundert nach Christus sind Überreste erhalten.

Die Ursprünge Baalbeks sind wohl in phönizischer Zeit zu suchen. Die Griechen nannten die Stadt Heliopolis. Unter der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus war Baalbek Kolonie. Durch Erdbeben im 17. und 18. Jahrhundert wurden die noch erhaltenen Bauwerke in Schutt und Asche gelegt.

Buch und Regie: Christian Romanowski
Kamera: Gerd Bleichert



Kulturdenkmal:
Ruinen von Baalbek

Unesco-Ernennung: 1984

115 v. Chr.
durch Ituräer Besiedlung der »Sonnenstadt« (»Heliopolis«)

47 v. Chr.
römische Garnisonsstadt Colonia Julia Augusta Felix Helipolitana

um 14
unter Kaiser Augustus Baubeginn der noch heute vorhandenen Tempelanlagen

193-211
Regentschaft des Kaisers Septimius Severus

211-17
Kaiserzeit von Caracalla

244-49
unter Kaiser Philippus Arabs Vollendung des sechseckigen Vorhofes

306-37
unter dem römischen Kaiser Konstantin offizielle Schließung der Tempel von Baalbek

635
Beginn der Herrschaft der Omajjaden

1176
Besetzung durch ein Kreuzfahrerheer

1260
kurzzeitige Besetzung durch die Mongolen

1664
Zerstörungen durch Erdbeben

1943
Ausgrabungen durch die libanesische Altertumsverwaltung


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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