Rauma: Stadt Rauma (Holzhäuser)






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Die dichtbebaute Altstadt von Rauma ist die größte Stadt aus Holz im Norden Europas. Sie ist eine der wenigen mittelalterlichen Städte an der Küste West-Finnlands, deren Grundstrukturen bis heute erhalten geblieben sind. 1442 bestätigte ein Ritter des schwedischen Königs Rauma die ersten Stadtrechte.

Dass Raumas Altstadt drei Jahrhunderte nach dem letzten Großbrand fast unverändert erhalten blieb, ist letztlich dem Traditionsbewusstsein ihrer Bürger zu verdanken - damals wie auch heute. Künstler und Architekten haben mit Erfolg den mittelalterlichen Charakter ihrer Stadt bewahrt.

Von dem allgemeinen Aufschwung in Europa um die Jahrhundertwende profitierte auch die Stadt Rauma. Die große Zeit der Segelschifffahrt brachte der Stadt enormen Wohlstand und die ehemals grauen Fassaden der Häuser bekamen ihr heutiges farbiges Aussehen. Trotz schneller Industrialisierung blieb der historische Bebauungsplan Alt-Raumas in seiner alten Struktur unverändert. Dennoch ist Rauma kein Museum. In der Altstadt gibt es 180 Betriebe und Werkstätten. Rund 800 Bewohner leben in dieser Idylle aus Holz. Für sie und die Besucher ist die Altstadt Raumas eine kreative und inspirierende Mischung aus Tradition und Fortschritt.

Die kleine Holzstadt am Meer hat Zukunft - dank ihrer engagierten Bürger.

Buch und Regie: Hans Jürgen Grundmann
Kamera: Hans Jürgen Grundmann



Kulturdenkmal: Zentrum von Alt-Rauma mit seinen etwa 600 Gebäuden

Unesco-Ernennung: 1991

um 1400
Ansiedlung von Franziskanermönchen

1442
Stadtrechte

1449
Bau der steinernen (!) Heilig-Kreuz-Kirche

1510-22
Wandmalereien im Chor der Heilig-Kreuz-Kirche

1538
Auflösung des Franziskanerklosters

1550
aufgrund eines Edikts von König Gustav Wasa Umsiedlung der Bürger nach Helsinki

1620
Errichtung eines »Zollzaunes« rund um die Stadt

1682
Stadtbrand

1776/77
Bau des Alten Rathauses

1786
Weihe der Orgel in der Heilig-Kreuz-Kirche

1809
Abriss des »Zollzaunes«

1831
Stapelrechte

1981
Erlass einer Erhaltungsverordnung


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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