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Die kleine Holzkirche von Petäjävesi im Herzen Finnlands ist ein Denkmal der einfachen Gläubigkeit der Menschen und des handwerklichen Könnens der Erbauern.
Im Sommer 1763 wartete die Gemeinde von Petäjävesi bereits zwei Jahre auf eine Baugenehmigung für eine neue Kirche, doch vom schwedischen König kam keine Antwort. Deshalb beschlossen die Bewohner nicht länger zu warten und auf eigene Faust mit dem Bau ihrer Kirche zu beginnen. In 35 Tagen entstand die Kirche im damals typischen Blockhausstil. Sie zählt heute zu den schönsten noch erhaltenen Schöpfungen finnischer Holzarchitektur. Der Grundriss der Kirche ist ein Kreuz mit gleichlangen Armen. Die logischen Proportionen dieser Kirchenkonstruktion mit ihrer achteckigen Kuppeldecke und kunstvollen Details haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Das Holz - innen wie außen - blieb unbemalt und entwickelte über 300 Jahre eine ungewöhnlich schöne Patina.
Seitdem die alte Kirche von Petäjävesi zum Weltkulturerbe gehört, hat sie wieder an Anziehungskraft gewonnen. In den Sommermonaten ist die Kirche für Hochzeiten, Taufen, Gottesdienste und Konzerte geöffnet.
Buch und Regie: Hans Jürgen Grundmann
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Kulturdenkmal: Kirche von Petäjävesi
Unesco-Ernennung: 1994
1763 - 64 Zentralbau im Stil der Renaissance in Verbindung mit Formen der Gotik
1778 Weihe des Kirchleins
1821 Bau des Glockenturms und Erweiterungsbau durch Erkki Leppänen
1843 Altarbild
1879 Kirche des selbständigen Kirchspiels von Petäjävesi
1953 Erneuerung der Dachschindeln
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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