Visby: Hansestadt Visby






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Im 12. und 13. Jahrhundert, über 150 Jahre hinweg war Visby auf Gotland die modernste und größte Stadt des Ostseeraums. Es bestanden dort Handelsbeziehungen nach Nowgorod und bis in den islamischen Raum hinein. So stellte die Stadt für die Hanse einen Schlüssel zum Osthandel dar.

Deutsche, russische und gotländische Kaufleute bestimmten das Leben und bauten neben steinernen Lagerhäusern auch Kirchen. Von ihnen sind heute nur noch weitgehend Ruinen erhalten. Dafür wird das mittelalterliche Stadtbild nicht zuletzt von der gewaltigen Mauer geprägt, welche sich als Ring um die ganze Stadt zieht. Sie ist eine der wenigen vollständig erhaltenen ihrer Art in Europa.

Der Film führt uns zurück in vergangene Jahrhunderte. So sehen wir Ritter in kompletter Rüstung, wie sie auf ihren geschmückten Pferden vorbei galoppieren, vor der Kulisse der mächtigen Stadtmauer.

Buch und Regie: Hartmut Schwenk
Kamera: Georg Steinweh BVK



Kulturdenkmal: ehemalige Wikingersiedlung und zwischen dem 12. und 14. Jh. das Zentrum der Hanse in der Ostsee mit einer 3,6 km langen Stadtbefestigung aus dem 13. Jh. sowie mehr als 200 Speichern und Kaufmannshäusern

Unesco-Ernennung: 1995

12. Jh.
Visby wird zu einem wichtigen Handelsplatz

1161
durch Heinrich den Löwen wird Visby Handelsprivileg zuerkannt

13.-14. Jh.
Blütezeit der Stadt, Beiname »Regina maris«

1225
Einweihung der Domkirche St. Marien

1280
Bündnis mit Lübeck und Riga

1288/89
Bürgerkrieg

1361
Einnahme durch die Dänen

1525
Invasion und Brandschatzung der Stadt durch die Lübecker

1645
Gotland fällt an Schweden

1810
Denkmalschutz für Visbys Altstadt


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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