Bryggen: Hafenstadtteil Bryggen in Bergen






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Die norwegische Hansestadt Bergen ist seit 1360 einer der wichtigsten Stützpunkte der Hanse. Hier wurden seither Waren aus aller Welt umgeschlagen.
Die deutschen Handelsherren lebten in einem eigenen Viertel: "Bryggen", zu deutsch "Brücke". Das Bild dieses Hafenviertels wird bestimmt durch die erdfarbenen und matt gestrichenen Kontorhäuser aus Holz. Fern von ihrer Heimat führten die deutschen Kaufmänner - nach hanseatischem Recht unverheiratet - ein hartes und entbehrungsreiches Leben. Viele dieser Männer begannen in Bryggen ihre Karriere. Von ihnen und ihren Geschichten erzählt der Film.

Buch und Regie: Ursula Böhm
Kamera: Rolf Romberg



Kulturdenkmal: ein Drittel der einstigen, am Hafen Vågen gelegenen Kontorhäuser mit offenen und überdachten Passagen, als Höfe organisiert; u. a. Finnegården, Bellgården, Svensgården und Bredsgården

Unesco-Ernennung: 1979

um 1070
Stadtgründung durch König Olav Kyrre

1170/71
erstes bekanntes Großfeuer

1198
Großfeuer

um 1360
Einrichtung eines deutschen Kontors

1702
Brand in Bryggen

1754
Auflösung des Deutschen Kontors und Gründung des Norwegischen Kontors

1832-1915
fotografische Ansichten von Bryggen von Kund Knudsen

1872
Gründung des Hanseatischen Museums

1899
Auflösung des Norwegischen Kontors

1927
Denkmalschutz für einen Teil von Bryggen

1944
infolge der Explosion eines Munitionsschiffes im Hafen Zerstörung von Teilen von Bryggen

1955
Brand in Bryggen

1955-69
bei Ausgrabungen Überreste von Holzhäusern aus dem 12. Jh. gefunden

1958
Zerstörung von 14 historischen Gebäuden durch Brand

1962
Übertragung eines Teils von Bryggen an Stiftelsen Bryggen

1963
Denkmalschutz für 58 verbleibende, aus Holz errichtete Kontore

2000
Bergen, europäische Kulturhauptstadt


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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