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Über viele Jahrtausende schon zogen Menschen über die Handelsstraßen Mesoamerikas, dem heutigen Gebiet Mexikos und Zentralamerikas. Der Knotenpunkt dieser Handelsstraßen war das Tal von Oaxaca. Ein dichtes Netz von Handelsbeziehungen war hier entstanden, das dem Einflussbereich der jeweiligen Stammesgötter unterlag.
Um die Götter positiv zu stimmen, brauchten die Fürsten im Tal einen besonderen Ort. Zu ihrer Kultstätte erkoren sie den Monte Alban, den "weißen Berg", der an der Stelle einer Bergspitze mit einem natürlichen Plateau geschmückt war. So entstand um das Jahr 500 v. Chr. ein Zeremonialzentrum, das sich im Laufe der Zeit zu einem der größten Warenumschlagplätze Mittelamerikas entwickeln sollte.
Als die Spanier fast 2000 Jahre später die Menschen im Tal von Oaxaca unterwarfen, diente der Monte Alban nur noch als Begräbnisstätte. Seine Hochkultur war längst zu Ende gegangen. Die Spanier errichteten am Fuße des Monte Albans die Stadt Oaxaca, die auch wegen ihrer in ganz Mittelamerika bewunderten Iglesia Santo Domingo berühmt wurde.
Buch und Regie: Marcus Vetter Kamera: Christoph Feller
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Kulturdenkmal: archäologische Fundstätte Monte Albán
Unesco-Ernennung: 1987
um 800-300 v. Chr. vermutlich erste Besiedlung von Olmeken
300 v. Chr. - Chr. Geb. Neubesiedlung des Monte Albán
Chr. Geb.-900 Umbauten und monumentale Neubauten, u. a. Stufenpyramiden auf Terrassen, durch Zapoteken
900-1250 Anlage von Gräbern; Aufgabe von Monte Albán durch die Zapoteken
1250-1521 Einwanderung von Mixteken
1458 Besetzung durch die Azteken unter Moctezuma I. (1440-69)
1521 Einnahme von Oaxaca durch spanische Eroberer
1544 Baubeginn der Kathedrale von Oaxaca
1682 Baubeginn der barocken Basilika Nuestra Senora de la Soledad
1720-33 Wiederaufbau der Kathedrale nach Erdbeben (1714)
1812 Einnahme von Oaxaca durch die Rebellen um José María Morelos
1847-52 der spätere mexikanische Präsident Benito Juárez ist Gouverneur von Oaxaca
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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