Val Müstair: Benediktinerkloster St. Johann in Müstair






Filmtext
Interaktives Bilderbuch
Filmmusik
Externe Links

 


link



Einst lag es mitten in Europa, am Schnittpunkt wichtiger Handels- und Heereswege, das Kloster St. Johann im Schweizer Münstertal. Heute liegt es eher verschlafen im Südostzipfel Graubündens und hätten nicht zwei Kunsthistoriker um 1900 hinter Heiligenbildern und weiß-grauem Putz eine sensationelle Entdeckung gemacht, würden die Benediktinerinnen ein sehr friedvolles Leben führen.

Aber jetzt wird hier gebuddelt, geforscht und restauriert und Menschen kommen von weit her, um einen einzigartigen Freskenzyklus aus karolingischer Zeit, der Gründungszeit des Klosters, zu bewundern. Denn die Kirche erzählt das Leben und Wirken Christi, die Wände entlang an verschiedenen Tafeln - wie ein Bilderbuch.

Und das Kloster erzählt eine tausend-jährige Geschichte von Krieg und Frieden und von mächtigen, nicht immer demütigen Stiftsdamen.

Buch und Regie: Eva Witte
Kamera: Ralf Nowak



Kulturdenkmal: größtenteils mittelalterliche Klostergebäude, um zwei Innenhöfe angelegt, mit der Klosterkirche St. Johann, karolingische Wandmalereien mit Szenen aus dem Leben und der Passion Christi, romanische Gewölbestukkaturen in der Doppelkapelle St. Ulrich und St. Nikolaus

Unesco-Ernennung: 1983

um 780-90
Gründung eines Männerklosters

um 800
Wandmalereien mit Bibelzyklus von der Süd- über die West- zur Nordwand der Klosterkirche

811
Übertragung des Klosters an den Churer Bischof

1079
Wiederaufbau nach Brand

1163
Neubelegung und Umwandlung in ein Benediktinerinnenkonvent

1499
Umbau der Klosterkirche zu einer dreischiffigen Hallenkirche

1502
Weihe der Klosterkirche

1947-52
Restaurierung der karolingischen und romanischen Fresken


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



SWR
A-Z | Suche | Kontakt | Impressum 
© SWR 2010