Krakau: Altstadt von Krakau






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Die Bedeutung von Krakau liegt nicht in seiner Größe. Die Stadt hat 750.000 Einwohner. "Aber was für Menschen!" sagen die Krakauer.
Die wahre Bedeutung Krakaus liegt darin, dass in der Stadt an der Weichsel die Wurzeln der polnischen Nationalidentität liegen.
In der stürmischen tausendjährigen Geschichte des polnischen Staates war Krakau stiller Zeuge seines Anfangs, seiner Höhepunkte und seiner Untergänge. Schon im Jahre 1000 wurde hier ein Bisturm gegründet und 1038 wurde Krakau vom König Kasimir dem Erneuerer zur polnischen Hauptstaddt ernannt. Aus dieser Zeit stammen erste Bauten auf dem Wawalhügel.

Über Jahrhunderte wurden in Krakau polnische Monarchen gekrönt und auch begraben. In Krakau wurde die älteste Universität Polens gegründet. Durch sie wurde die Stadt zum Wissenschafts- und Kulturzentrum Osteuropas.
In seiner Geschichte wurde Krakau mehrmals verwüstet und zertrümmert, u.a. von Tataren und Schweden. Jede Zerstörung der Stadt oder einzelner Teile war eine Gelegenheit architektonische Änderungen einzuführen.

So stehen heute gotische Gebäude neben Barock- und Renaissancebauwerken. Der Film von Janusz Plonski zeigt die wichtigsten Plätze von Polens heimlicher Hauptstadt. Das Wawelschloss, auf einer Anhöhe etwas abseits der Altstadt mit seiner wunderschönen Kathedrale. Die Universität an der auch Nikolaus Kopernikus studiert hat. Und die Marienkirche mit dem größten Krakauer "Schatz", dem Veit-Stoß-Altar. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Nürnberger Künstler eingeladen, um diesen Altar, der die wichtigsten Stationen im Leben Marias zeigt, zu bauen.

Buch und Regie:Janusz Plonski
Kamera: Kryzstof Pakulski



Kulturdenkmal: vom 12.-17. Jh. polnische Hauptstadt und zudem Universitätsstadt; mittelalterliche Stadt aus dem 13. Jh. mit Resten der Befestigungsanlage des 14. Jh.; Wawel-Kathedrale Krönungsort und Grablege der polnischen Könige und des polnischen Nationalhelden Tadeusz Kosciuszko (1746-1817); gotische Marienkirche mit Barockausstattung, größter Marktplatz des Mittelalters; einstiges jüdisches Viertel Kazimierz mit Stara Synagoga aus dem 14. Jh.

Unesco-Ernennung: 1978

10. Jh.
erstmals urkundlich erwähnt

1223
gotische Marienkirche

1364
Universität Krakau

1359
Weihe des Doms

1430
Mitglied der Hanse

1555
fast 100 m lange Tuchhalle erbaut

1794
unter Kosciuszko Zentrum eines Aufstandes gegen die Teilung Polens

1939-45
Besetzung durch deutsche Truppen

2000
Kulturhauptstadt Europas


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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