Mont St. Michel und seine Bucht






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Der Legende nach soll der Erzengel Michael im Jahre 708 dem Bischof von Avranches erschienen sein. Der Himmelsbote soll den Befehl zum Bau einer Wallfahrtskapelle übermittelt haben.
Bischof Aubert jedoch, wollte dieser Erscheinung nicht trauen. Darauf hin soll der Erzengel ein weiteres mal erschienen sein und den Zweifelnden unsanft mit einem Finger berührt haben. Auberts Haupt, heute als Reliquie in der Stadt Avranches verehrt, weist tatsächlich in der Schädeldecke ein Loch auf.
Nach diesem göttlichen "Fingerzeig" begann der Bischof mit der Errichtung einer Basilika zu Ehren des heiligen Michael. Bald schnitt eine Sturmflut den Felsen vom Festland ab. Doch die Bauarbeiten wurden weitergeführt. Die Benediktiner übernahmen im 10. Jahrhundert den Mont Saint-Michel und erweiterten die Anlage. Erst 800 Jahre nach dem Baubeginn wurde das "Wunder des Abendlandes" vollendet.
Entstanden ist ein unvergleichliches Ensemble. Der Film zeigt Kirche, Abtei, Kloster, Befestigung und Dorf, aber auch den einzigartigen Zusammenklang von Landschaft und Architektur.

Buch und Regie: Helmut Meewes
Kamera: Helmut Meewes
Produktionsjahr: 1995



Kulturdenkmal: Klosterberg mit schneckenförmig angelegten Befestigungen; sowie einer Abteikirche

Unesco-Ernennung: 1979

709
Stiftung einer Kapelle

10. Jh.
Klostergründung der Benediktiner

1022-1135
Abteikirche

1203-88
Klostergebäude und Kreuzgang

13.-15. Jh.
Ausbau zur Festung

15. Jh.
Chor der Abteikirche im gotischen Flamboyant-Stil

1810-63
Gefängnis

1874
Denkmalschutz

1879
Damm mit dem Festland

seit 1969
erneut klösterliches Leben


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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