Luang Prabang Königspalast und buddhistischen Klöstern






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Tief in den Bergen von Laos, am Ufer des Mekong, im Grün des Dschungels versunken, liegt Luang Prabang. Luang Prabang war die Hauptstadt von Lane Xang, dem mächtigen Reich der 'ein Millionen Elefanten', und über Jahrhunderte Sitz der Könige von Laos.
Bis heute ist Luang Prabang Zentrum des laotischen Buddhismus. Noch immer bestimmt die Religion den Rhythmus der Stadt, sind die Pagoden das Herz der Nachbarschaften und machen sich jeden Morgen, noch vor Sonnenaufgang, die Mönche und Novizen auf den Weg, um von den Gläubigen das Essen für den Tag zu erbitten.

Lange war Luang Prabang isoliert, lag abgelegen hinter dem Bambusvorhang des kommunistischen Indochina. Die Zeit, das tropische Klima, die Feuchtigkeit, haben ihre Spuren hinterlassen. Manche der alten Holzbauten verfallen. Seit sich Laos öffnet und Luang Prabang zum Weltkulturerbe
erklärt wurde, wird mit ausländischer Hilfe restauriert. Immer mehr Touristen besuchen die Stadt. Doch noch lebt Luang Prabang, wie es immer
gelebt hat - im sanften Rhythmus der Religion, ruhig, fast gemächlich fließt die Zeit, in der alten Königsstadt am Mekong.

Buch und Regie: Rolf Lambert
Kamera: Donald Saischowa



Kulturdenkmal: Stadt mit Königspalast, zahlreichen Tempeln und buddhistischen Klöstern

Unesco-Ernennung: 1995

1353
Gründung des Reiches Lane Xang (»Land der Millionen Elefanten«)

um 1353-73
unter Fa Ngum Reichseinigung zum »Land der Millionen Elefanten«, Hauptstadt Luang Prabang

seit 1356
wegen der Phra Bang, einer verehrungswürdigen Buddhastatue, Wallfahrtsort

1563
Verlegung der Hauptstadt nach Vientiane

1707
Zerfall des Reiches in drei Teilstaaten, Luang Prabang, Vientiane und Champassak

1887
Zerstörung aller Holzbauten durch einen Großbrand

1893
französisches Protektorat und Eingliederung in das Generalgouvernement Indochina

1904-09
Bau des Königspalastes

1945
Unabhängigkeit unter Prinz Phetsarath

1958
Sturz von Souvanna Phouma und nachfolgend Bürgerkrieg

1975
Abschaffung der Monarchie und Ausrufung der Laotischen Demokratischen Volksrepublik

1994
Luang Prabang unter Denkmalschutz gestellt


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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