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Lunenburg ist eine kleine Stadt an der Atlantikküste Kanadas - und ein Stück kanadischer Geschichte. Gegründet von britischen Kolonialherren, besiedelt von braven deutschen Auswanderern, die es als Fischer und Schiffsbauer zu einigem Wohlstand brachten. Das alles sieht man dem historischen Städtchen heute noch an - aber auch, wie die Geschichte weiterging: Das so überaus erfolgreiche Fischen ließ das Ökosystem vor der Küste Lunenburgs zusammenbrechen. Der Kabeljau, die Lebensgrundlage der Stadt, war plötzlich nicht mehr da. Man stand vor dem Nichts. Das war 1990.
Lunenburg hat den Schock überlebt. Zwar sind viele der Fischer fortgezogen. Doch für ihre historischen Häuser fanden sich rasch neue Liebhaber. Und es fand sich neue Arbeit in der Stadt. Lunenburg lebt - auch ohne den Kabeljau.
Buch und Regie: Albrecht Heise Kamera: Holger Schüppel
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Kulturdenkmal: Kolonial-, Fischerei- und Schiffsbaustadt
Unesco-Ernennung: 1995
1753 Gründung der Modellstadt
1754 Bau der ursprünglichen St. John's Anglican Church
1774-98 Bau des Romkey House
1828 Bau der ursprünglichen St. Andrew's Presbyterian Church
1883-85 Bau der Methodist Church, heute United Church
1895 Eröffnung der Lunenburg Academy
1897 Bau des heutigen Fisheries Museum of the Atlantic
1919 Bau des Silver House
1921 Bau des berühmten Fischersegelboots »Bluenose« auf der Werft von Lunenburg
1991 Ernennung zur National Historic Site
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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