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Aus der Not heraus, ihre Stadt vor den vielen Angriffen schützen zu wollen, denen die Bürger ausgesetzt waren, entstand das Bemerkenswerte dieser Stätte. Birthälm in Siebenbürgen befestigte seine Kirche, denn das Geld fehlte, die ganze Stadt mit einer Wehranlage zu umgeben. Der Bau der drei Verteidigungsringe wurde vor etwa 500 Jahren begonnen. Damals bedrohten Türken und Mongolen die Siedler. Da es auf dem Kirchberg keine natürlichen Wasserquellen gab, gruben die Birthälmer unterirdische Gänge, durch die sie in Belagerungszeiten in die Stadt gelangen konnten, um dort aus den Brunnen zu schöpfen.
Aber neben den eindrucksvollen Verteidigungsmauern fällt auch der Hochaltar der Kirche ins Auge. Das Werk, in dessen Mittelfeld eine Kreuzigung zu sehen ist, füllt die gesamte Chorwand. Außer diesen Schönheiten vermittelt uns der Film aber auch die Schwierigkeiten, denen die Bürger der Stadt begegneten, wenn sie wieder einmal für Wochen in den eigenen Schutzmauern gefangen saßen.
Buch und Regie: Martin Gessmann Kamera: Emmerich Pal
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Kulturdenkmal: Die sieben Dörfer in Siebenbürgen: Biertan, Valea Viilor (Region Sibiu), Câlnic (Region Alba), Prejmer, Viscri (Region Brasov), Dârjiu (Region Harghita), Saschiz (Region Mures), die sich durch ihre Wehrkirchen und Wehranlagen auszeichnen
Unesco-Ernennung: 1993, erweitert 1999
106 Eroberung des Gebietes des heutigen Siebenbürgens durch das Römische Reich
271 Rückzug der Römer
Bis zum 11. Jht. Durchzugs- und Siedlungsgebiet verschiedener Ethnien und Stammesverbände wie den Goten, Awaren, Bulgaren oder Slawen
1146 Niederlassungen erster deutscher Siedler unter dem ungarischen König Géza II.
13. Jht. Siebenbürgen entwickelte sich als Teil des mittelalterlichen Königreichs Ungarn
1260 Bau der Wehranlage in Câlnic
1283 Gründung von Biertan
1291 Vorläufiges Verbot der Befestigung von Kirchen aufgrund eines Edikts von König Andreas III.
1437 Ausruf der Unio Trium Nationum: Sie bekräftigte die Allianz und alleinige politische Berechtigung der ungarischen Adligen, der Sachsen und der Szekler; Ausschluss der Rumänen vom politischen und sozialen Leben
1468-1523 Bau der Wehranlage in Biertan
1520-22 Bau der spätgotischen Hallenkirche in Biertan
1526 Schlacht von Mohács: Einfall der Türken in Siebenbürgen; Versuch der türkischen Unterwerfung Siebenbürgens; Bildung eines eigenständigen Fürstentums unter osmanischer Oberhoheit
1572-1867 Biertan als Sitz eines evangelisch-lutherischen Bischofs
Ende 17.Jht. Einfluss von Österreich wird immer größer
1704 Zerstörung von 4 der 7 Basteien der Kirchenburg in Biertan
1711 Eroberung durch das Kaisertum Österreich
1867 Etablierung der Doppelmonarchie Österreichs und Ungarns
1918 Siebenbürgen wurde Rumänien zugeschlagen. 2 Jahre später folgt die Festschreibung der Übertragung Siebenbürgens von Ungarn nach Rumänien im Vertrag von Trianon
1940 Teile längs der Nord- und Nordostgrenze Siebenbürgens wird an Ungarn übertragen
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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