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Im Norden der Niederlande, bei Lemmer, steht das größte dampfgetriebene Schöpfwerk der Welt. Es ist benannt nach seinem Konstrukteur Dirk Frederik Wouda, Ingenieur beim Wasserwirtschaftsamt der Provinz Frieslands. Seit dem 19. Jahrhundert ermöglichen Pumpwerke in Friesland Siedlung und Landwirtschaft. Immer wieder waren die Friesen Opfer von verheerenden Sturmfluten und Überschwemmungen. Um das Land zu entwässern entstanden Pumpwerke mit großen Kapazitäten. Das Dampfschöpfwerk bei Lemmer wurde im Oktober 1920 durch die niederländische Königin eingeweiht.
Es ist kein totes Industriedenkmal, sondern ein lebendiges Zeugnis des Dampfmaschinenzeitalters. Fünf- bis sechsmal im Jahr versehen die Maschinen noch ihren Dienst und pumpen 6% des friesländischen Wasserüberschusses ins IJsselmeer. In der Minute sind das 4000 Kubikmeter - der Rauminhalt eines mittleren Kirchenschiffs! Die große Maschinenhalle mit den Pumpgehäusen und den Dampfmaschinen sieht aus wie am ersten Tag. Die Technik stammt aus einer Zeit, als der Glaube an den technischen Fortschritt noch ungebrochen war. Dampfmaschinen sind Ikonen des industriellen Zeitalters. Sie vereinen Schönheit mit Kraft - eine Kombination, welche die Menschen seit jeher fasziniert.
1998 wurde das Wouda-Schöpfwerk als herausragendes industriegeschichtliches Denkmal in die Liste des Weltkulturerbes übernommen.
Buch und Regie: Utz Kastenholz Kamera: Peter Hermannsdörfer
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Kulturdenkmal: D. F. Woudagemaal, das weltweit größte je gebaute und noch immer arbeitende dampfbetriebene Schöpfwerk, bestehend aus Maschinen- und Kesselhaus mit im Original erhaltenen Maschinen
Unesco-Ernennung: 1998
1913 Planung des Schöpfwerks
1917-18 Bau des Schöpfwerks
1920 Bau der Zentrifugalpumpen und Einweihung des Schöpfwerks
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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