Itsukushima-Schrein






Filmtext
Interaktives Bilderbuch
Filmmusik
Externe Links

 


link



Schintoismus und Zen-Buddhismus, die beiden großen Religionen Japans, treffen auf der Insel Itsukushima (Miyajima) zusammen. Der Schinto-Schrein von Itsukushima, auf Pfählen in den Uferschlamm gebaut, mit seinem großen roten Tor, das im Wasser weit vor der Insel steht, ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Japans.

In alter Zeit durfte Itsukushima nicht betreten werden, denn alles an der Insel gehörte den Göttern - oder war selber Gott. So glaubten es die Anhänger des Schinto, der alten Ahnen- und Naturreligion. Um so mehr fühlten andere sich gedrängt, ihren Fuß auf die Insel zu setzen, vor allen vielleicht der buddhistische Mönch Kukai, der Itsukushima im Jahr 806 auf dem Wege von China nach Kyoto aufsuchte. Er entzündete ein Feuer auf dem Gipfel des Bergs Misen und kochte Wasser in einem großen eisernen Topf. Seither haben seine Jünger das Feuer nicht ausgehen lassen und das Wasser immer nachgegossen.

Mag sein, dass Kukai auf den Berg gestiegen war, um zu zeigen, dass es keine verbotenen Berge geben könne für die Jünger des Gautama Buddha, denn alles Irdische ist gleichviel wie nichts. Aber auch ihn wird die sprechende Natur dieser Insel nicht unberührt gelassen haben. Jeder Baum, jeder Stein scheint hier eine besondere Form zu haben.

Nichts ist einfach nur da, alles scheint - erschaffen.

Buch und Regie: Andreas Christoph Schmid
Kamera: Birigit Gudjonsdottir BVK



Kulturdenkmal: Itsukushima-Schrein auf der Insel Miyajima, den weiblichen Gottheiten Ichikishima-hime, Tagori-hime und Tagitsu-hime geweiht

Unesco-Ernennung: 1996

592-628
Regentschaft der Kaiserin Suiko

593
vermutlich Bau des ersten Schreins

881
erstmalige urkundliche Erwähnung in »Nihon Koki«

1118-81
Taira no Kiyomori

1164
Bau des Hauptschreins, Gabe von 33 buddhistischen Sutren-Rollen durch Taira no Kiyomori

1207 und 1223
Zerstörung des Schreins durch Feuer

1325
Beschädigung durch einen Wirbelsturm

1571
Bau des heutigen Schreins

1587
Stiftung der Großen Sutrenhalle

1874-75
achter Wiederaufbau des Torii


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



SWR
A-Z | Suche | Kontakt | Impressum 
© SWR 2010