Robben Island






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"Dies ist die Insel. Hier werdet ihr sterben!" Mit diesen Worten wurde Nelson Mandela 1963 auf Robben Island empfangen. Aber Nelson Mandelas Widerstandkraft wurde auch von 27 Haftjahren nicht gebrochen. Und mit ihm waren fast alle führenden schwarzen Oppositionellen auf Robben Island interniert.

Robben Island bedeutete schwarz und weiß. Ohne Grauzone. Schwarz, das waren die Häftlinge. Weiß, das waren die Wärter. Den ganzen Tag arbeiteten die politischen Gefangenen in den Steinbrüchen der kargen Insel. Geduldig eroberten sie Freiräume, sie bekamen lange Hosen, Betten statt Strohmatten, sie begannen zu studieren. Aber täglich blieben sie mit der Willkür konfrontiert, die Erleichterungen wieder zu verlieren.

Robben Island diente von 1961 bis 1996 als Gefängnis. Heute ist die ehemalige Gefangeneninsel eine Touristenattraktion, die stündlich vom knapp 12 km entfernten Kapstadt aus angefahren wird. Und sie ist ein Symbol: für das Apartheitsregime Südafrikas und dafür, dass der Widerstand der schwarzen Bevölkerung nicht länger zu unterdrücken war.

Buch und Regie: Frank Hertweck
Kamera: Gerd Bleichert



Kulturdenkmal: Robben Island, Gefängnisinsel

Unesco-Ernennung: 1999

1488
Bartolomeu Dias (portugisiescher Seefahrer) landet in der Algoabai - Entdeckung Robben Islands

1591
Nutzung der Insel als Flüchtlingslager afrikanischer Stämme - hauptsächlich Khoikhoi

1652
Mit Jan van Riebeeck beginnt die holländische Herrschaft und Unterdrückung der Khoikhoi

1658
Robben Island wird zur Gefängnisinsel

1964
Nelson Mandela wird wegen seines Kampfes gegen das Apartheidregimes zu lebenslanger Haft auf Robben Island verurteilt

11. Februar 1990
Präsident de Klerk lässt alle politischen Gefangenen frei

1991
Einrichtung eines Nationalparks (Vogelbrutstätten)

19. Mai 1994
Nelson Mandela wird als Präsident Südafrikas vereidigt


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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