Telc: Historisches Zentrum von Telc (Teltsch)






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Wie eine Insel aus längst vergangenen Zeiten liegt sie zwischen den Fischteichen - die tschechische Stadt Telc. Einst war sie ein wichtiger Handelsplatz auf halbem Weg zwischen Prag und Wien. Ihre Bürger lebten vom Bierbraurecht, dem Salzverkauf und dem Ehrgeiz eines Landadligen Zacharias von Neuhaus. Er machte Schloss Telc im 16. Jahrhundert zu seinem Herrensitz, holte italienische Baumeister ins mährische Hochland und verwandelte sein Provinzstädtchen in eine Residenzstadt. Ein prächtiges Schloss, ein sehr südlich anmutender Marktplatz und ein Hauch von Dornröschenschlaf so präsentiert sich Telc noch heute. Tschechisches Alltagsleben zwischen Renaissance- und Barockfassaden - eine schöner als die andere - und manchmal fragt man sich am Morgen, ob jemand abends vergessen hat, die erhabene Theaterkulisse abzubauen.

Buch und Regie: Eva Witte
Kamera: Rüdiger Kortz



Kulturdenkmal: »weiße Perle der tschechischen Städte« mit schönen Bürgerhäusern und Laubengängen an der »Straße der tschechischen Renaissance«

Unesco-Ernennung: 1992

1333-39
Markgraf Karl, Sohn von Johann von Luxemburg, Herr auf Burg Telc

1336
erstmalige Erwähnung als Stadt

1458-71
unter König Georg von Podebrady Brau- und Salzrecht

1526-89
Herrschaft des Zacharias von Neuhaus

1530
Stadtbrand

1554-68
Umbau der Burg zum Renaissance-Schloss

1651-55
Bau des Jesuitenkollegs

1667
Bauabschluss der Barockkirche »Im Namen Jesu«

1720
Errichtung der Mariensäule auf dem Marktplatz

1777-1883
Einquartierung österreichischer Soldaten

1980-84
Restaurierung der reich verzierten Renaissanceholzdecke in der Goldenen Halle des Schlosses


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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