Lahore: Festung und Shalimar-Gärten in Lahore






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Das Fort von Lahore - ein Kulturwelterbe am Rande der Zerstörung. Die pakistanische Stadt Lahore, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Indien entfernt, war einst eine der Prunkstädte des sagenhaften Mogulreiches, für das damalige Europa Symbol unermesslichen Reichtums und grenzenloser Macht. Akbar der Grosse war im 16. Jahrhundert der Begründer der Mogulpracht in Lahore. Er renoviert und restauriert das Fort und errichtet einen mächtigen militärischen Bau aus rotem Sandstein. In den folgenden Jahrzehnten erhält das Fort eine neue Farbe, das schimmernde Weiß edlen Marmors. Der militärische Zweckbau verwandelt sich in ein reichhaltig verziertes Kunstwerk, in einen Ort der Repräsentation mit einer reichhaltig verzierten Festungswand, Parkanlagen und filigranen Audienzgebäuden. Den architektonischen Höhepunkt setzt Shah Jahan, unter dessen Herrschaft der Spiegelpalast gebaut wird.
Heute sind die Spiegel verschmutzt, beschlagen, zerbrochen. Die Decken werden improvisiert abgestützt. Es gibt kein Geld für die Restauration. Und wenn es Geld gibt, landet es in falschen Kanälen. Ein Kulturwelterbe droht unterzugehen. Nicht mehr wie einst durch Angriffe von Außen. Heute droht die Gefahr von Innen. Heute stirbt das Fort an seiner Stadt. Umweltverschmutzung, langsame Erosion, fehlende Gelder - in Lahore kann man sehen, wie ein Erbe vergeht. Für eine Rettung scheint es zu spät.

Buch und Regie: Frank Hertweck
Kamera: Werner Schmidtke



Kulturdenkmal: Festung und Schalimar-Gärten in Lahore

Unesco-Ernennung: 1981

1556-1605
Regentschaft des Mogulherrschers Akbar

1627-58
Regentschaft des Mogulherrschers Schah Dschahan

1631
Bau des Spiegelpalastes

1641/42
Anlage der Gärten von Schalimar

1645
Bau des Diwan-i-Khas und der Perlmoschee

1659-1707
Regentschaft des Mogulherrschers Aurangzeb

1673
Bau des Alamgiri-Tors

1767-1846
Herrschaft der Sikhs, teilweise Zerstörung der Gärten von Schalimar

1849-1947
Hauptstadt der britisch-indischen Provinz Pandschab


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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