Vigan: Historische Altstadt von Vigan






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Über dreihundert Jahre währte die spanische Herrschaft auf den Philippinen, aber nur in Vigan konnte sich das koloniale Architekturerbe bis heute erhalten. Vigan, eine Küstenstadt im Nordwesten der philippinischen Insel Luzon - mit Kathedrale, Bischofspalast und herrschaftlichen Handelshäusern.
1572 landeten hier die Spanier, bekehrten die Bevölkerung zum Christentum und machten das kleine Handelzentrum zur Stadt - nach in Mexiko erprobten Mustern. Die Geschäfte tätigten Chinesen, die noch vor den Spaniern in Vigan Fuß gefaßt hatten. Porzellan und Seide aus China, Tabak und Indigo aus dem Hinterland, Gewürze aus Malaysia wurden in dem großen Hafen umgeschlagen, der heute verlandet ist. Die Händler errichteten schon im 17. Jahrhundert prachtvolle Steinhäuser, während die ländliche Bevölkerung bis heute vorwiegend in Holzhäusern lebt.
Vigan wurde nach Manila zum wichtigsten Umschlagplatz im maritimen Handelsnetz zwischen Asien und Europa. Die Stadt war Drehkreuz auf der Acapulco-Route über den Pazifik nach Mexiko. In Vigan konnte sich so ein einzigartiger Kulturmix aus spanischen, mexikanischen, chinesischen und philippinischen Einflüssen entwickeln. 1999 wurde die Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt.

Buch und Regie: Elke Werry
Kamera: Donald Saischowa



Kulturdenkmal: Die historische Altstadt von Vigan

Unesco-Ernennung: 1999

1572
Juan de Salcedo gründete die Stadt Villa Ferdinandina als Handelszentrum

1574
Grundsteinlegung der Kathedrale

im 16. Jahrhundert
Augustinische Mönche missionierten die Landesbevölkerung

ab dem 17. Jahrhundert
Die vermögende Oberschicht prägte den Architekturstil. Eine Mischung aus traditionellen Bautechniken und spanischen Einflüssen entstand.

1898
Amerikanische Herrschaft

1942
Besetzung der Inseln durch Japan

4.07.1946
Unabhängigkeit der Philippinen



© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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