Spissky Hrad: Burg Spissky Hrad und benachbarte Kulturdenkmäler, erweitert um Levoca






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Im Hintergrund die schneebedeckten Berge der Hohen Tatra, davor das satte grüne Hügelland, durchflochten mit weißem Felsgestein. Weite Wiesen, endlose Wälder und klare Flüsse, die Landschaft der Zips - Region in der Ostslowakei - erinnert an die Schweiz. Die Bewohner sprechen von ihrer "Schatzkammer" als einem prächtigen Stück von Gottes Schöpfung und nennen es deshalb auch "das Paradies". Die Schönheit der Natur zog die Völker an: die Kelten, die Slawen, Juden und Roma, Deutsche, Ungarn und Ukrainer. Ein Kreuzweg der Kulturen und des Glaubens. Orthodoxe, römische und griechische Katholiken schufen mit Protestanten und jüdischen Gläubigen eine multiethnische Kultur im Herzen Europas, die Zips - die "Spiss". Und mitten drin, erhaben, stolz und weiß wie das Travertin-Gestein "Spissky Hrad", eine der größten Burganlagen des Kontinents. Frühromanische, mittelalterliche, Renaissance- und Barockelemente schmelzen zu einem monumentalen Steindenkmal zusammen, das ebenso geheimnisvoll wie majestätisch seit dem 12. Jahrhundert die Landschaft bewacht. Auf dem Berg gegenüber der befestigte Bischofsitz und nebenan die Kapelle von Zehra. Sie stärken sich gegenseitig und verteidigen, wie sie es schon gegen die Türken und Tartaren machten, ihre Kultur - das slowakische Paradies.

Buch und Regie: Horst Brandenburg
Kamera: Thomas Ch.Weber



Kulturdenkmal: auf einem 634 m hohen Hügel die Spissky Hrad (Zipser Burg) mit romanischem Palas, Donjon und gotischer Kapelle sowie Zápolský«-Palast; Spisská Kapitula (Zipser Kapitel), der einstige Sitz der Zipser Propstei mit Propst und zwölf Domherren; zum Kapitel gehörend: die dreischiffige Domkirche St. Martin mit einer der wenigen erhaltenen romanischen Skulpturen in der Slowakei, dem »weißen Löwen«, und die Heilig-Geist-Kirche in Zehra

Unesco-Ernennung: 1993

12. Jh.
Entstehung der Zipser Propstei und der Siedlung Spisské Podhradie (Kirchdrauf)

1209
durch König Andreas II. Schenkung von Ländereien in der Zips an Propst Adolf

1221
Verstärkung des inneren Burgkerns

1249
in einer Schenkungsurkunde älteste schriftliche Mitteilung über Zipser Burg

1270
Bau des Bergfrieds

13. Jh.
Baubeginn der zweitürmigen romanischen Propstei-Kollegiat-Kirche, der späteren Domkirche St. Martin

1370-80
Bau der Vorburg

1478
Weihe der Propstei-Kollegiat-Kirche

15.1.1776
Gründung des Zipser Bistums

1888-89
Regotisierung der Altäre der Domkirche

1950
Zipser Kapitel wird Stadtdenkmal

1969
Beginn archäologischer Forschung auf dem Burgberg

1989
Übernahme der Domherrenhäuser durch die katholische Kirche


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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