Rila: Kloster Rila






Filmtext
Interaktives Bilderbuch
Filmmusik
Externe Links

 


link



Als das Kloster Rila im 19. Jahrhundert durch ein Feuer total zerstört wird, trotzen die Mönche den osmanischen Besatzern den Wiederaufbau ab.
Bulgarien ist da schon über 400 Jahre in der Hand der Türken.
Als Bollwerk gegen den Islam ist das Kloster Rila ein religiöses, geistiges und künstlerisches Zentrum geworden, die Keimzelle eines neuen Selbstbewusstseins, das schließlich zur nationalen Unabhängigkeit Bulgariens führt.
Das Kloster liegt inmitten bewaldeter Hügel wie eine mittelalterliche Festung. Von außen streng und abweisend, uneinnehmbar, wirkt es im Innern heiter und verspielt.

In seiner heutigen Gestalt, den türkischen Besatzern abgerungen, ist das Kloster Rila das bedeutendste Denkmal der bulgarischen Architektur des 19. Jahrhunderts, ein steingewordenes Manifest des neu erwachten Nationalgefühls und ein herausragendes Zeugnis und Symbol für die "Bulgarische Renaissance".

Buch und Regie: Josef Becker
Kamera: Thomas Varheliy
Produktionsjahr: 1995



Kulturdenkmal: ursprüngliche Klosteranlage aus dem 10. Jh. nahe dem heutigen Kloster, dessen Erscheinungsbild aus dem 19. Jh. stammt

Unesco-Ernennung: 1983

10. Jh.
Gründung einer Einsiedelei durch Iwan Rilski (Johannes von Rila)

14. Jh.
Zerstörung der Klosteranlage durch Erdrutsch

1335
Bau eines 25 m hohen Festungsturmes

1343
Kirchenbau

1469
Überführung der Gebeine von Iwan Rilski ins Kloster

1816
Baubeginn einer dreiflügeligen Klosteranlage

1833
Zerstörung der Klosteranlage durch Feuersbrunst

1834-37
Wiederaufbau der Klosteranlage mit der Mariä-Geburtskirche (Sveta Bogorodiza)

1840-48
Wandmalereien in der Mariä-Geburtskirche

1961
nationale Gedenkstätte


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



SWR
A-Z | Suche | Kontakt | Impressum 
© SWR 2010