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Als das Kloster Rila im 19. Jahrhundert durch ein Feuer total zerstört wird, trotzen die Mönche den osmanischen Besatzern den Wiederaufbau ab. Bulgarien ist da schon über 400 Jahre in der Hand der Türken. Als Bollwerk gegen den Islam ist das Kloster Rila ein religiöses, geistiges und künstlerisches Zentrum geworden, die Keimzelle eines neuen Selbstbewusstseins, das schließlich zur nationalen Unabhängigkeit Bulgariens führt. Das Kloster liegt inmitten bewaldeter Hügel wie eine mittelalterliche Festung. Von außen streng und abweisend, uneinnehmbar, wirkt es im Innern heiter und verspielt. In seiner heutigen Gestalt, den türkischen Besatzern abgerungen, ist das Kloster Rila das bedeutendste Denkmal der bulgarischen Architektur des 19. Jahrhunderts, ein steingewordenes Manifest des neu erwachten Nationalgefühls und ein herausragendes Zeugnis und Symbol für die "Bulgarische Renaissance". Buch und Regie: Josef Becker Kamera: Thomas Varheliy Produktionsjahr: 1995
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