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Im Waldgürtel Westafrikas blühte im 18. Jahrhundert das Reich der Ashanti. Sie waren berühmt für ihr Gold, ihre Staatskunst und vor allem ihre Kriegskunst. Die britische Kolonialmacht, obschon überlegen, fürchtete sie, und brauchte siebzig Jahre und sieben Kriege, das stolze Volk im Hinterland der damaligen Goldküste zu besiegen. Im heutigen Ghana sind die Ashanti ein Volk von vielen. Doch das legendären Königreich besteht fort - als traditionelle und spirituelle Einrichtung, mit dem Ashantikönig an der Spitze.
Ihre traditionellen grasbedeckten und relief-verzierten Lehmbauten, darunter die Paläste, wurden in den Kolonialkriegen zerstört. Nur zehn dörfliche Tempel sind geblieben. Die UNESCO hat sie zum Weltkulturerbe ernannt, eine Auszeichnung für diese hohe vorkoloniale Kultur der Ashanti.
Sie portraitiert der Film, und zwar am Tag des Ahnenfestes. Im Dorf Bodwease empfangen der Chief (Dorffürst) und sein Sprecher die Ältesten: Es geht um den Dorftempel, der leer steht. Dann wird den Ahnen geopfert, bevor Chief und Sprecher im Buschtaxi in die Ashanti-Hauptstadt Kumasi fahren. Sie schauen noch bei den berühmten Adinkra-Färbern und Stuhlschnitzern vorbei, bevor im Palast von Kumasi der Ashantikönig mit großem Hofstaat einzieht und alle Fürsten versammelt. Viele tragen massiven Goldschmuck, der an das legendäre Gold der Ashanti erinnert. Bis heute wird es gefördert. Zurück im Dorf wird im Tempel das Akom-Ritual abgehalten. Der Fetischpriester tanzt.
Buch und Regie: Bernd Girrbach Kamera: Donald Saischowa
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Kulturdenkmal: traditionelle Lehmbauten mit Flechtwerk und Palmblätterdächern wie das Asenemaso-Kulthaus, das Dakwe-Jachie-Kulthaus und das Kentinkrono-Kulthaus in Kumasi, das Patakro-Kulthaus in Adansi, das Adwenease-Kulthaus und das Ejisu-Besease-Kulthaus in Ejisu, alle aus dem 18. Jh. stammend
Unesco-Ernennung: 1980
1695 durch Osei (König) Tutu Gründung des Königreiches der Ashanti
1816 Kumasi Sitz des Ashantikönigs
1817 die englische Krone sendet einen Gesandten an den Hof des Ashantikönigs
1817/18 der erste christliche Missionar läßt sich im Ashanti-Königreich nieder
1838-43 erste Erkundungen durch englische Forschungsreisende
1874 die Goldküste wird britische Kronkolonie, Zerstörung des Königspalastes in Kumasi
1896 Errichtung des britischen Protektorats Ashanti, Wiederaufbau des Königspalastes in Kumasi
1902 das Ashanti-Reich wird britische Kronkolonie
1957 das Königreich Ashanti wird Teil der Republik Ghana
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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