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Die Schmalspurbahn der "Darjeeling Himalayan Railway" erklimmt qualmend und ächzend über 2.000 Meter Höhe. Der Bau einer der ersten Gebirgsbahnen der Welt war eine technische Meisterleistung. 1881 fuhr der erste Dampfzug von der tropischen Ebene Bengalens ins Vorgebirge des Himalaja. Britisches Understatement würdigt den Zug mit einem liebevollen Spitznamen: "Toy Train", Spielzeugbahn. Ein unverwüstliches Spielzeug, das nach über hundert Jahren noch immer mit originaler Technik funktioniert. Auch als Güterzug - für Tee - war die Bahn damals äußerst effektiv; sie reduzierte die Transportkosten und machte den Tee aus Darjeeling erschwinglich und berühmt. Heute wird der Tee mit Lastwagen transportiert. Doch wie früher fährt die Darjeelingbahn mitten durch die Bazare der Bergdörfer, vorbei an Klöstern hoch in den Wolken, an Gauklern, die an der Strecke über ein Drahtseil balancieren, an Frauen, die auf einem Nebengleis weben und ausgedehnten Teeplantagen.
Die Darjeelingbahn war vorbildhaft für die weltweiten, im Wortsinn bahnbrechenden Umwälzungen durch den Ausbau der Eisenbahn im 19. Jahrhundert. Indem sie die nostalgische Dampfbahn und ihre atemberaubende Strecke zum Weltkulturerbe erklärten, würdigte die UNESCO "die herausragenden Ingenieursleistungen bei der bahntechnischen Erschließung einer Gebirgslandschaft von großer Schönheit".
Buch und Regie: Anja Freyhoff und Thomas Uhlmann Kamera: Thomas Stokowski
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Kulturdenkmal: Himalaja-Gebirgsbahn in Darjeeling
Unesco-Ernennung: 1999
1881 Eröffnung der 88 km langen Bahnstrecke
1889 Entwicklung der sogenannten "B" class Lokomotiven durch Sharp, Stewart in Manchester
1915 Erwerb zweier "Pacific" Lokomotiven
1915 Zugverbindungen nach Kishenganj und Kalimpong werden eingeführt
1947 Unabhängigkeit Indiens, dadurch Veränderungen im Schienenverkehr
1947-1950 Planung und Durchführung des Assam Eisenbahn Projekts
1950 Schwere Überflutungen führen zur Aufgabe der Teesta Valley Strecke, Rückkehr zur ursprünglichen Linie von Siliguri nach Darjeeling
1960 Erweiterung der Strecke um 8 km um eine Verbindung zur neuen Strecke von Kalkutta nach Farakka zu schaffen
ab 1970 Vernachlässigung der Maschinen, des Güterverkehrs und des Passagierverkehrs
2000 Erwerb zweier Diesellokomotiven, neues Engagement im Nahverkehr und Tourismus
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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