Mtskheta: Historische Kirchen von Mtskheta






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Der Film führt nach Mtskheta, der alten Hauptstadt Georgiens. Sie gilt als heiligster und geschichtsträchtigster Ort des Landes. Hier entstanden die ersten Kirchen und von hier aus begann im 4. Jahrhundert die Christianisierung, um die sich - typisch georgisch - wundersame Geschichten ranken. Oft ist dabei von der kräuterkundigen Heilerin "Nino" die Rede, der auch eine Beteiligung am Bau der Kirchen nachgesagt wird.

In der Ortsmitte liegt die über 1000 Jahre alte Sweti-Zchoweli-Kathedrale, bis heute Sitz des georgischen Patriarchen. Von der Dschwari-Kirche, der ältesten Kreuzkuppelkirche Georgiens, erschließt sich eine unglaubliche Aussicht auf die Stadt, auf die sanften Bergketten ringsherum sowie auf die zerklüfteten Gebirgszüge des Kaukasus am Horizont.

Mtskheta - ein Ort, an dem die Geschichte der Christianisierung, georgische Baukunst und die Wunder der Nino zusammenfallen.

Buch und Regie: Reinhild Dettmer-Finke
Kamera: Thomas Ch. Weber



Kulturdenkmal: ehemalige Königsresidenz und geistliches Zentrum Ostgeorgiens

Unesco-Ernennung: 1994

66/65 v. Chr.
Eroberung des ostgeorgischen Königreichs Iberien durch Truppen von Pompeius Magnus

um 337
in Ostgeorgien Christentum erstmals Staatsreligion

2. Hälfte des 5. Jh.
durch König Wachtang Gorgassali von Kartlien (Zentralgeorgien) Stiftung einer steinernen Pfeilerbasilika; Verlegung der Residenz nach Tbilissi

585/86-604/05
Stiftung der Dschwari-Kirche bei Mzcheta

1010-29
Ausbau der baufälligen Basilika zur Kreuzkuppelkathedrale mit Fresko »Christus als Weltenherrscher« 1089-1125 unter Dawit dem Erneuerer (Erbauer) Aufstieg Georgiens zur regionalen Hegemonialmacht

1184-1213
unter Königin Tamar der Großen Höhepunkt und Abschluß des »Goldenen Zeitalters« des mittelalterlichen georgischen Zentralstaates

1801
Beisetzung Giorgis XII., des letzten (ost)georgischen Königs, in Sweti Zchoweli

1937/38
umfangreiche Grabungen auf dem Gelände der spätantiken Residenz Armasiziche

1968-72
bei Ausgrabungen in und um die Kathedrale Entdeckung der Fundamente der Vorgängerbauten

1970
Baulegende der Kathedrale als Sujet für Konstantine Gamsachurdias Roman »Die rechte Hand des Meisters«

1972
die im Zuge russischer Assimilationsmaßnahmen im 19. Jh. errichtete Ikonenwand wird bei der Wiederherstellung der ursprünglichen Innengestaltung durch eine Chorschranke ersetzt


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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