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Im Süden Mexikos, dem flachen Land zwischen Pazifik und Karibik, war einst das große Reich der Maya. Ihre Zeitrechnung und Geschichte reichte zurück bis ins vierte Jahrtausend vor Christus. In ihrer Blütezeit, der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends n. Chr., bauten sie die Stadt Chichen Itza. Doch schon wenige Hundert Jahre später, noch bevor die spanischen Eroberer in Mexiko eintrafen, gingen die Maya samt (oder trotz) ihrer hochentwickelten Kultur auf rätselhafte Weise unter. Urwald überwucherte die verwaiste Stadt, bis sie Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und freigelegt wurde. Seitdem suchen Archäologen nach dem Grund für den Untergang der Maya. Bis heute suchen sie vergeblich.
Buch und Regie: Albrecht Heise Kamera: Holger Schüppel
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Kulturdenkmal: präkolumbische Ruinenanlage mit der 30 m hohen »Pyramide des Kukulcán« nebst dem Chac Mool und einem rotbemalten Thron in Form eines Jaguars, dem mit 91x36 m größten erhaltenen Ballspielplatz Mexikos, dem »Tempel des bärtigen Mannes«, dem »Tempel des Jaguars«, der »Plattfom der Adler und Jaguare«, dem 30 m tiefen Cenote, dem heiligen Brunnen, der »Halle der tausend Säulen«, dem Grab des Hohepriesters, dem Bunten Haus und dem »Tempel der Wandpaneele«
Unesco-Ernennung: 1988
um 435-55 Gründung des Ortes durch Mayas laut Manuskript von Chumayel
um 682 Mayas verlassen den Ort
um 987 vermutlich »Einwanderung« von Tolteken unter Führung des Herrschers von Tula
999 vermutlich Tod des Herrschers von Tula, Quetzalcóatl
1533 spanische Eroberer dringen in den Ort ein
1841/42 Erforschung durch den Gelehrten John Stephens
1904-07 Erforschung des »heiligen Brunnens«
1923 systematische Untersuchung und Freilegung der Ruinenstadt
1972 »Entdeckung« des Schattenspiels der gefiederten Schlange
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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