Sergijew Possad: Befestigtes Kloster der heiligen Dreifaltigkeit und des heiligen Sergius Sergijew Possad






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Nördlich von Moskau bis hin zur Wolga zieht sich ein Ring von altrussischen Städten und Klöstern. Am berühmtesten ist das Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad, das "Kloster Sagorsk".

Gegründet wurde das Kloster im 14. Jahrhundert vom Heiligen Sergeij von Radonesh, Sohn eines wohlhabenden Bojaren, der gemeinsam mit seinem Bruder Stepan beschloß, in der Wildnis von Radonesh als Mönche in Askese zu leben. Nach und nach bildete sich eine klösterliche Gemeinschaft. 1357 wurde der Mönch Sergeij zum Abt des Klosters, das der Dreifaltigkeit gewidmet war. Sein Kloster wurde zum Vorbild für die Entwicklung des russisch-orthodoxen Mönchtums.

Immer wieder mußte das Kloster gegen Angreifer und Plünderer verteidigt werden; deshalb gleicht die Anlage einer Festung. Mauer und Wehrtürme, Kirchen und der riesige Glockenturm wurden wiederholt restauriert.
Das Dreifaltigkeitskloster wurde zu einer 'Lawra' erhoben, das heißt, es ist ein Kloster höchsten Ranges.

Sergijew Possad bietet faszinierende Beispiele russischer Architektur des 14. bis 18. Jahrhunderts, die der Film dokumentiert. Er zeigt kostbare Ikonen und einen Teil der Schatzkammer. Gedreht wurde während des Dreifaltigkeitsfestes, dem wichtigsten Fest des Klosters, bei dem russische Gläubigkeit und regligiöse Wiedererweckung nach den Kirchenverfolgungen der Sowjetzeit zum Ausdruck kommen.

Buch und Regie: Hannelore Kelling
Kamera: Holger Schüppel
Produktionsjahr: 1994



Kulturdenkmal: Befestigtes Kloster der Dreifaltigkeit und des heiligen Sergius in Sergijew Possad

Unesco-Ernennung: 1993

1422-23
Bau der Dreifaltigkeitskathedrale

1458
Bau der Nikon-Kapelle

1476-77
Bau der Heilig-Geist-Kirche

1559-85
Bau der Mariä-HimmelfahrtsKathedrale

1598-1605
Regentschaft des Zaren Boris Godunow

1605-81
Nikon, Patriarch (1652 - 66)

1608-10
Belagerung durch polnische Truppen

1686-92
Bau des Refektoriums mit der Kirche des hl. Sergius

1693-99
Bau der Kirche der Geburt des hl. Johannes des Täufers

1814
Einrichtung der Theologischen Akademie im Zarenpalast

1896
Einrichtung einer Kirche im Zarenpalast

1920
Auflösung des Klosters, Umwandlung in ein Museum


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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