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Die Schlösser Pillnitz und Übigau als Eckpunkte, dazwischen die Hochblüte der Baukunst aus 3 Jahrhunderte: die Altstadtsilhouette von Dresden zwanzig Kilometer des Elbtals sind heute Weltkulturerbe.
Die sächsische Metropole wurde unter der Herrschaft August des Starken zu einer Hochburg des Barock. Der Hofarchitekt des baubesessenen Kurfürsten, der berühmte Baumeister Pöppelmann, prägte die Silhouette der Altstadt. Trotz der Zerstörungen in vielen Kriegen und dem Bombeninferno des Zweiten Weltkriegs hat sie ihren unverwechselbaren Charakter behauptet. Und etwas von ihrem alten Glanz hat sie dazu gewonnen, seit sich neben dem Schloß, der Hofkirche, dem Zwinger und der Semperoper die Kuppel der wiederaufgebauten Frauenkirche erneut als eines ihrer Wahrzeichen erhebt.
Der sächsische Hof ist der glänzendste Europas, hieß es zu August des Starken Zeiten, man findet an ihm Größe, Pracht und Vergnügen. Vergnügen vor allem. An der Brühlschen Terrasse bestiegen die Damen mit den reichbesetzten Reifröcken und ihre eleganten Kavaliere in weißen Perücken eine der von venezianischen Schiffsbauern gefertigten Gondeln. Der Kurfürst hatte den Elbstrom zu seinem Canale Grande umfunktioniert. Wer heute der Hofgesellschaft der galanten Zeit zum Lustschloss Pillnitz nachgondeln will, wird dies auf einem der traditionsreichen Schaufelraddampfer der Weißen Flotte tun. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts stehen die Elbschiffe unter Dampf. Seit dieser Zeit kann der Fahrgast der Weißen Flotte nicht nur die alten Weindörfchen in den Auen an sich vorübergleiten sehen, sondern auch auf der Höhe der Elbhängen 3 Schlösser entdecken, die einen herrlichen An- und Ausblick bieten. Neben dem schön restaurierten Schloß Albrechtsberg, einst Wohnsitz des Bruders Kaiser Wilhelms I., und dem heutigen Nobelhotel Schloß Eckberg, das leider verfallene 'Lingener Schlößchen'. Ursprünglich vom Kammerherrn des Hohenzollernprinzen bewohnt, diente es später dem erfolgreichen Fabrikanten Lingner als repräsentativer Wohnsitz.
Eine Flußschleife weiter passiert die weiße Flotte das 'Blaue Wunder'. Einst Symbol des technischen Fortschritts und Stein des Anstoßes - obwohl aus Stahl. Heute liebgewonnenes Denkmal: Das Blaue Wunder, eine Stahlträgerbrückenkonstruktion, auf der man seit Ende des 19 Jahrhunderts die Elbe bei Wachwitz überqueren kann.
Folge mir jetzt in das Tal. In langen silbernen Kreisen wälzt die Elbe den Strom weit aus Bohemien her...Erkennst du die heitern Gebäude nah an der Elbe Strand? Pillnitz, so nennt sich der Ort. dichtete Theodor Körner.
Buch und Regie: Christian Romanowski Kamera: Gerd Bleichert
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Kulturdenkmal:Elbtal von Dresden
Unesco-Ernennung:02.07.2004
7. Jhd. Erste Besiedlung im Elbtal durch sorbisch/slawische Gruppen
um 929 Bau der Burg Meißen, Hauptstützpunkt der deutschen Herrschaft, Unterwerfung der sorbischen Bevölkerung
12. Jhd. Durch Zuwanderung wird die sorbisch/slawische Bevölkerung zur Minderheit
21.1.1206 erstmalige urkundliche Erwähnung Dresdens als Stadt
1349/50 große Pestepedemie
1485 Dresden wird ständiger Hauptsitz des Geschlechts der albertinischen Wettiner
1547/48 die albertinischen Fürsten erhalten die Kurwürde
ab 1628 Teilnahme am 30-jährigen Krieg
1694 Kurfürst Friedrich August I., genannt August der Starke, tritt seine Herrschaft am Dresdner Hof an, es beginnt eine Glanzzeit für Dresden
Bau des Dresdner Zwingers
1726 Beginn des Baus der Frauenkirche
1744 Vollendung des Monumentalbaus
1756-1762 Siebenjähriger Krieg mit Preußen
1838 - 1841 Bau der 1. Semperoper
1869 1. Semperoper durch Brand zerstört
1871 - 1878 Bau der 2. Semperoper
nach 1850 Industrialisierung Dresdens
1918 Abdankung des letzten Königs, der Freistaat Sachsen entsteht
13.02.1945 Bombenhagel auf Dresden, die Stadt wird fast komplett zerstört
ab ca. 1950 Wiederaufbau der Stadt
1949 - 1990 Dresden ist Teil der »Deutschen Demokratischen Republik«
seit 1990 bis ca. 2006 Wiederaufbau der Frauenkirche
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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