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Weil die Menschen im antiken Korea an ein Leben nach dem Tode glaubten, bauten sie allen hochrangigen Persönlichkeiten Hügelgräber und statteten diese mit Wandmalereien aus. Die Fresken erzählen Geschichten über ein Reich, das von 37 vor bis 668 nach der Zeitenwende eines der mächtigsten Ostasiens war. Es gilt als die Wiege der koreanischen Kultur: Koguryo. Die Grabfresken vergegenwärtigen die damaligen religiösen Vorstellungen und geben Einblicke in Alltag, Esskultur, Kleidung und Architektur des antiken Korea. Die Motive belegen Handel und Kulturaustausch mit anderen ostasiatischen Reichen, zeigen aber vor allem, wie kriegerisch das Reich war. In den Grabkammern fanden sich Szenen, die darauf schließen lassen, dass auch die alte Kampfkunst Tae Kwon Do in der Koguryo-Epoche wurzelt.
Zu seiner Blütezeit erstreckte sich Koguryo von der Mandschurei über das heutige Nordkorea und den Norden Südkoreas. Gegründet hat es König Tongmyong, der bis heute als legendärer Urvater verehrt wird. Sein Grab liegt in der nordkoreanischen Hauptstadt Pyongyang, die schon zu Koguryo-Zeiten das politische, soziale und kulturelle Zentrum war. Nordkorea sieht sich heute in der Tradition des alten Reiches und die kommunistischen Staatsführer inszenieren sich als legitime Nachfolger Koguryos.
Buch und Regie: Elke Werry Kamera: Donald Saischowa
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Kulturdenkmal: Koguryo Grabstätten
Unesco-Ernennung: 2004
Um 3000 v.Chr. Stämme aus dem Altaigebirge wandern auf der Koreanischen Halbinsel ein
2333 v. Chr. Gründung des Reiches Alt-Chosun im Norden Koreas durch den legendären König Tangun
37 v. Chr. - 935 Periode der vier Königreiche Koguryo, Paekche, Parhae und Shilla
37 v. Chr. - 668 Königreich Koguryo
313 Vertreibung der Chinesen aus ihrer letzten Kommandantur Nangnang 918-1392 Koryo-Königreich, gegründet durch General Wang-Kon; Buddhismus wird Staatsreligion
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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