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Die Göttin Letho soll hier ihren Sohn Apollon zur Welt gebracht haben. Delos, die kleinste Insel der Kykladen, ist deshalb Stätte für das größte Apollonheiligtum Griechenlands. Über viele Jahrhunderte hinweg war die Insel Ort der Verehrung, und drei Tempel sind dem Gott des Lichts, der Weisheit, und der Dichtkunst gewidmet.
Um die Kultstätten herum befindet sich eine Stadt, die zur Blütezeit der hellenistischen Kultur groß und reich war. Noch heute kann man in den Böden der Häuser in prächtigen Farben leuchtende Mosaike bewundern, welche von Göttern und Menschen erzählen. Die Insel war der letzte und beste Ankerplatz, bevor die Segler nach Asien ablegten und profitierte so als wichtiger Handelsort.
Man findet hier Spuren menschlicher Kultur von bis zu fünftausend Jahren vor unserer Zeit. Der Film entführt uns in eine Welt voller Götter und Mythen auf die Insel, wo der Überlieferung nach weder geboren noch gestorben werden darf.
Buch und Regie: Brigitte Kramer und Werner O. Feißt Kamera: Jörg Jeshel Produktionsjahr: 1996
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Kulturdenkmal: 3,6 qkm große Insel als antikes Freilichtmuseum, in der griechischen Mythologie Geburtsort von Apollon und Artemis
Unesco-Ernennung: 1990
1400-1200 v. Chr. mykenische Besiedlung
um 1000 v. Chr. erste ionische Besiedlung
im 7. Jh. v. Chr. Mittelpunkt des Ionischen Inselbundes; Ort der Delischen Spiele
477 v. Chr. Gründung des Attisch-Delischen Seebundes mit Sitz auf Delos
454 v. Chr. Überführung der Bundeskasse nach Athen und Bedeutungsverlust von Delos
um 420 v. Chr. Bau des Sieben-Statuen-Tempels
168 v. Chr. Delos unter römischem Protektorat
um 166 v. Chr. Bau der Granit-Palästra
88 v. Chr. Eroberung durch König Mithridates von Pontos, nachfolgend Bedeutungsverlust
1872 Beginn der Ausgrabungen durch die Französische Archäologische Schule von Athen
1926 Verfüllung des Heiligen Sees
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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