Cartagena: Hafen, Befestigungen und Baudenkmäler der Kolonialzeit in Cartagena






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Die kolumbianische Hafenstadt Cartagena war der ideale Ort für ihre spanischen Eroberer, zum Landesinneren abgetrennt durch Berge und Hügel und zum Meer hin in einer weiten Bucht gelegen, durch vorgelagerte Inseln gedeckt.

Die Stadt erlebte bald nach ihrer Gründung einen glänzenden Aufstieg. Fast der ganze Handel mit den von den Spaniern bezwungenen Kolonien velief über Cartagena. Und auch Sklaven mussten hier an Land gehen. Aber die Stadt sah sich immer wieder den Angriffen von Piraten ausgesetzt, unter anderem auch dem Seeräuber Sir Francis Drake, der mit seinen Freibeutern im Zuge eines Raubüberfalles alles kurz und klein schlug.

Nach seiner Visite befestigten die Bewohner die Stadt mit einem Schutzwall und riesigen Wehranlagen. Die Einfahrt in die Bucht säumen zwei Forts, an denen vorbeizukommen einige Schwierigkeiten mit sich bringen konnte. Selbst die Kirchen in der Stadt gleichen Wehrbauten.

Nur einmal noch wurde die Stadt von den Engländern erobert, die jedoch wieder zurückgeschlagen werden konnten. Seither gilt sie als uneinnehmbar. Sie ist ein herausragenden Beispiel der spanischen Militärarchitektur des 16. und 17. Jahrhunderts.

Buch und Regie: Hannes Spring, Josef Becker
Kamera: Gabor Bene, Dieter Wolf



Kulturdenkmal: der Hafen »la Perla de las Indias« genannt, 11 km langer Verteidigungsgürtel (Murellas) nebst Festungsbauten und den Stadtteilen San Pedro, San Diego und Gethsemani

Unesco-Ernennung: 1984

1499
Landung von Amerigo Verspucci an der kolumbianischen Karibikküste

1.6.1533
Gründung der Stadt durch Pedro de Heredia

1544, 1560 und 1586
Angriffe der Freibeuter unter Sir Francis Drake

1575-1612
Bau der Kathedrale

1610
Einführung der Inqusition

31.3.1741
Schlacht von Cartagena zwischen der englischen Armada mit 186 Schiffen unter dem Kommando des englischen Admirals Edward Vernon und den Verteidigern der Stadt unter Don Blas de Lezo

1770
Fertigstellung des Palacio de la Inquisición

November 1811
Loslösung Cartagenas vom spanischen Mutterland und Ende der Inquisition

Dezember 1815
Rückeroberung durch spanische Verbände unter Pablo Morillo

1821
Schlacht von Boyacá und im Frühjahr 1822 international anerkannte Unabhängigkeit vom spanischen Mutterland


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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