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"Erbaut" ist nicht das richtige Wort für die Entstehung der Felsentempel von Abu Simbel. Hier, am westlichen Nilufer, meißelten Arbeiter unter Ramses II die Tempel direkt in den Kalkstein und drangen so bis zu 60m tief in das Gebirge vor.
Tief im Inneren mangelte es an Sauerstoff, und das schwache Licht der Öllampen und Spiegel erschwerte die Arbeit. Aber das durfte die Bauleute nicht hindern, tausende von Tonnen Gesteinsmassen abzubauen, riesige Säulen in den Fels zu hauen und hunderte Quadratmeter farbig zu gestalten.
Der Pharao hat in seiner langen Regierungszeit im 13. Jahrhundert vor Christus einige solche Monumentalbauten erschaffen lassen, von denen noch viele gut erhalten sind. Im Film dürfen wir einige bewundern.
Buch und Regie: Wolfram Giese Kamera: Eberhard Scheu
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Kulturdenkmal: 60 m tief in den Fels gehauener Großer Tempel mit 33 m hoher Tempelfassade und 20 m hohen Statuen mit dem »vergöttlichten Abbild« Ramses II., Große Pfeilerhalle mit dem Aufmaß 16,43x17,7 m; Großes Heiligtum der Isis von Philae mit 93 m langem westlichem Säulengang und dem 45,5 m breiten und 18 m hohen, von zwei Türmen flankierten Ersten Eingangstor, dem sogenannten »Ersten Pylon«
Unesco-Ernennung: 1979
1290-1224 v. Chr. unter Ramses II. Bau von Abu Simbel
3./4. Jh. v. Chr. Bau des Heiligtums der Isis auf Philae
1902 Heiligtümer von Philae vom ersten Assuan-Stausee überflutet
22.3.1813 Entdeckung von Abu Simbel durch Johann Ludwig Burckhardt (1784-1817)
1817 Freilegung von Abu Simbel
1960-71 Bau des Nasser-Stausees
1964-68 Umsetzung der Tempelanlagen von Abu Simbel
1972-80 Umsetzung der Baudenkmäler von Philae
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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