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Mindestens fünf Kirchen standen schon am selben Ort, bevor diese prächtige Kathedrale errichtet wurde. Alle brannten nieder, jedoch blieb das dort aufbewahrte Mariengewand jedesmal unbeschädigt. Auf diesen Fingerzeig hin wurde in Chartres die Kathedrale unserer lieben Frau erbaut, "Notre Dame".
Sie ist eines der schönsten Denkmäler der französichen Gotik. Dank der neuen Bautechnik mit Strebepfeilern konnten die Wände ihrer Stützfunktion enthoben wenden. Da sie nicht mehr aus massiven Mauerwerk bestehen mussten, konnten sie mit großen Fensterflächen durchbrochen werden. Dort wurde buntes Glas eingesetzt.
Je nach Sonnenstand erscheint das Licht im Innenraum der Kathedrale in zarten Rot- oder Voilett-Tönen oder in dem berühmten, warmen Chartres-Blau. Neben einer Beschreibung der hochgotischen Architektur bietet uns der Film besonders diesen prächtigen Anblick, wenn die Sonne die Kirche bunt durchflutet.
Buch und Regie: Wolfram Giese Kamera: Eberhard Scheu
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Kulturdenkmal:gotische Kathedrale in der Region Île-de-France mit einer Länge von 130 m, 37 m hohen Rippengewölben, einem 105 m hohen alten Turm (12. Jh.) und einem 115 m hohen neuen Turm (16. Jh.); prachtvolle Buntglasfenster auf einer Fläche von 2000 qm
Unesco-Ernennung: 1979
1194 Kirchenneubau auf Fundamenten einer früheren Basilika, Einbeziehung der erhaltenen Westfassade (Königsportal um 1150)
1220 Vollendung des Baus
1260 Weihe in Anwesenheit von Ludwig IX.
1507 Blitz zerstört Nordturm, Wiederaufbau
1594 Krönung Heinrichs IV.
1836 Feuersbrunst vernichtet den aus Blei gearbeiteten Dachstuhl
1840 Dachstuhl aus Gußeisen, Bedachung aus patiniertem Kupfer
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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