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Gorée, das ist eine kleine Insel im kapverdischen Meer. Eine Idylle mit pastellfarbenen Kolonialhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Doch Gorée war nicht immer so friedlich - seine Vergangenheit heißt Sklavenhandel. Hier war einer der Hauptumschlagplätze der Europäer für "menschliche Ware". Auf der Insel wurden die entrechteten Menschen gesammelt, gebrandmarkt und verschifft.
Der Film besucht das einzige erhaltene Sklavenhaus, das heute Museum ist, und er wandert über die Insel, immer auf der Suche nach der Tragödie, die sich hier abgespielt hat. Gorée ist heute noch ein Ort, an dem sich menschliche Schicksale mit Kulturgeschichte vermischen.
Buch und Regie: Jens Dücker Kamera: Holger Schüppel
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Kulturdenkmal: Stützpunkt des Sklavenhandels
Unesco-Ernennung: 1978
1444 Besetzung der »Palmeninsel« durch portugiesische Truppen
1492 Zwischenaufenthalt von Kolumbus auf der Überfahrt nach Amerika
1588 nach der Niederlage der portugiesisch-spanischen Armada Übergang an die Niederlande
1663 Eroberung durch englische Truppen, ein Jahr später Verlust an die Niederlande
1677 nach der Eroberung durch französische Verbände wichtigster Hafen für die Sklavenverschiffung
1678-1815 mehrmaliger Wechsel zwischen englischer und französischer Herrschaft
1776-1778 Bau des Sklavenhauses
Bis 1848 Verschiffung von schätzungsweise 10 Mio. Sklaven; danach Verbot der Sklaverei
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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