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An den Ufern des Niger, im Herzen Malis, liegt die alte Handelsstadt Djenné. Die über tausend Jahre alte Stadt ist berühmt durch ihren Markt und ihre Moschee. Schon immer war Djenné ein Umschlagplatz für Waren aller Art, besonders für das Gold aus den westafrikanischen Minen.
Als im 13. Jahrhundert der Sultan der Stadt zum Islam übertrat, schenkte er seinen Palast den Gläubigen, damit sie darin Allah verehren könnten. Die jetzige Moschee wurde Anfang dieses Jahrhunderts nach dem Vorbild des Palastes genau an derselben Stelle errichtet. Der größte und schönste Lehmbau in der Sahelzone bietet 3000 Gläubigen Platz.
Die Lehmarchitektur der Moschee ist Zeugnis davon, wie sich die Menschen in der Sahelzone den widrigen Gegebenheiten ihrer Umgebung angepasst und sich die Natur gefügig gemacht haben.
Buch und Regie: Josef Becker Kamera: Holger Schüppel
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Kulturdenkmal: auf der »Goldroute« nach Timbuktu ehemaliger Umschlagplatz am mittleren Nigerbinnendelta; Handelsort für Reis, Henna, Indigo, Hirse, getrockneten Fisch; in Djenné 2000 erhaltene Bauten in traditioneller Lehmbauweise im sudanesischen Stil,
Unesco-Ernennung: 1988
um 250 v. Chr. erste Besiedlung von Djenné-Djenno
450-850 Ausbreitung der Siedlung Djenné-Djenno
um 1180 Übertritt des Königs von Djenné, (Koi) Komboro, zum Islam
um 1230-35 Sundjata Keita erster König Malis, Gründung des Mali-Reiches, zu dem auch Djenné gehört
um 1400 Djenné-Djenno eine Geisterstadt
1473 nach siebenjähriger Belagerung Djennés Eroberung durch den Herrscher des Songhai-Reiches, Sonni Ali Ber
1512 Bericht von Leo Africanus über den Handelsplatz Djenné
1828 Bericht des französ. Forschungsreisenden René Caillié über Djennés zentrale Rolle im Transsaharahandel
1907-09 Neubau der Großen Moschee nach dem Vorbild aus dem 15. Jh.
1977 Ausgrabungen in Djenné-Djenno
1994 mit Unterstützung der National Geographic Society Ausgrabungen in Djenné-Djenno
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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