Timbuktu: Moscheen, Mausoleen und Friedhöfe von Timbuktu






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Timbuktu - ein Klang, ein Name, der für die verschiedensten Vorstellungen und Hoffnungen steht, die man sich von einem Ort machen kann. Mehr eine Fata Morgana für die vorbeiziehenden Karawanen aus der Sahara als eine reale Stadt. Zentrum islamischer Gelehrsamkeit - so zumindest stellte sich Timbuktu den Menschen des 19. Jahrhunderts dar, als nach Timbuktu zu gelangen noch ein gefährliches Abenteuer war. Einer, der diesen mythischen Ort in die Realität holte, war Heinrich Barth. Zwei Jahre lebte der deutsche Afrikaforscher in der Stadt, beschrieb die Leute in dem riesigen
Haufen von Lehmwürfeln, die uralten Moscheen - ebenfalls aus Lehm und heute der Grund, daß Timbuktu Welterbe ist.
Seit dieser Zeit hat sich in Timbuktu äußerlich nicht viel geändert. Eine Stadt in der Wüste und scheinbar aus Sand gebaut. Die Bewohner beleben das allgemeine Lehmbraun mit ihrer bunten Kleidung. Die Nahrungsmittel werden über hunderte Kilometer auf dem Niger herbeigeschifft, und es ist nach wie vor ein Abenteuer, nach Timbuktu zu gelangen. Die Lehm-Moscheen bestimmen
immer noch das Stadtbild, wenn nicht Sandstürme alles begraben. Die islamische Universität hat allerdings nicht mehr die Bedeutung früherer Jahrhunderte, und heute ist man stolz auf den ungläubigen Forscher Heinrich Barth, der die traumhafte Stadt der realen Welt öffnete.

Buch und Regie: Jens Dücker
Kamera: Holger Schüppel



Kulturdenkmal: 3 große Moscheen aus dem 14. und 15. Jh. und 16 Friedhöfe und Mausoleen aus Lehm, bedroht vom Sand

Unesco-Ernennung: 1988

um 1000
Erste Erwähnung als Tuareglager in arabischen Chroniken

1327
Erbauung der Großen Moschee (Djingereyber), später folgen die Sankore und die Sid Yahiya Moschee

14.-16. Jh.
Religiöses und wirtschaftliches Zentrum für die westliche Sahelzone

1856/26
Der Brite Alexander Gordon Laing erreicht Timbuktu und wird als Ungläubiger erschlagen

1828
Der französische Schuster René Caillé verbringt 11 Tage in Timbuktu

1853/54
Aufenthalt des deutschen Forschungsreisenden Heinrich Barth

1894
Franzosen erobern die Stadt


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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