Völklinger Hütte






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Zum kulturellen Erbe gehören auch Denkmäler des Industriezeitalters. 1873 gegründet, war die Völklinger Hütte über 100 Jahre lang Deutschlands größte Produktionsstätte für Eisenverhüttung. 4000 Arbeiter produzierten hier einst Eisen. Ein riesiges Werk voll Lärm, Feuer und beißenden Gasen.

Heute sind nur noch wenige hier beschäftigt. Die Hütte wird instandgesetzt, um sie Besuchern öffnen zu können. Die "Kathedrale der Arbeit", die Gebläsehalle, wird inzwischen für Konzertveranstaltungen genutzt, und Künstler richten in der ehemaligen Handwerkergasse ihre Galerien ein: eine Idealisierung der Arbeit.

Der Film vermittelt einen Eindruck, was es bedeutete, wenn sich die Elemente mit dem Einfallsreichtum der Ingenieure und der Arbeitskraft vieler Menschen vermischte. Er läßt erahnen, wie dort bis in die späten 70er Jahre noch tagtäglich produziert wurde.

Buch und Regie: Jens Dücker
Kamera: Holger Schüppel



Kulturdenkmal:
Völklinger Hütte

Unesco-Ernennung: 1994

1873
Unternehmensgründung durch Julius Bach

1881
Ankauf durch Karl Röchling

1882/83
Errichtung des ersten Hochofens

1928-30
Errichtung der großen Sinteranlage

1914-18 und 1939-1944
Einbindung in die deutsche Kriegswirtschaft, u.a. Herstellung von 90% der Stahlhelme im 1. Weltkrieg; Granatenproduktion im 2. Weltkrieg

1981
Übernahme durch ARBED

1986
Stilllegung nach letztem Abstich am 4. Juli

1987
unter Denkmalschutz gestellt

1993
Hoch VI für Besucher zugänglich


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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