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Der Haeinsa-Tempel auf dem nur schwer zugänglichen Kaya-Berg in Südkorea wurde im Jahre 802 errichtet. Es handelt sich um eine Anlage mit mehreren Gebäuden, an einem Hang gebaut und mit einem aufstrebendem Mittelweg. Die farbenfrohen Verzierungen sind ausschließlich auf die Wahrung der Harmonie ausgerichtet.
Zu oberst stehen die vier Bauten des Changgyoing P'ango. Hier wird eine Fassung des Tripitaka aufbewahrt, jener Sammlung des Theravada-Buddhismus, die 1496 Bände umfasst. Es handelt sich um einen Schatz ohne Gleichen. 80 000 Druckplatten aus Holz, perfekt erhalten, sind hier zu finden.
Seit dem 13. Jahrhundert wird hier das Tripitaka Koreana hergestellt, 200 Jahre bevor Gutenberg den modernen Buchdruck erfand. Und auch heute noch dienen die selben Druckplatten als Vorlagen.
Buch und Regie: Martin-Jochen Schulz und Jang Jong Lee Kamera: Peter Wendt
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Kulturdenkmal: buddhistische Klosteranlage, Aufbewahrungsort der berühmten Druckplatten des Tripitaka Koreana, umfassendster Kanon des Mahayana-Buddhismus
Unesco-Ernennung: 1995
802 Gründung einer Einsiedelei durch die Mönche Sunung und Ijong
1009-31 unter dem König Hyonjong Druckplattenherstellung des ersten Tripitaka Koreana
1087 Vollendung des Tripitaka Koreana
1236-51 unter König Kojong erneute Herstellung des bei einem Mongolensturm zerstörten Tripitaka Koreana
seit 1398 Aufbewahrung der Druckstöcke im Chi-chon-sa von Hanyang (Seoul)
1488 Bau der Magazine Changgyong Panjon
1592 und 1597 japanische Invasionen
1817 Brand des Haein-sa
1928 Bau der »Haupthalle des Großen Lichtes«
1940 Bau des »Schreins der Drei Geister«
1967 Bau der Gerichts- oder Höllenhalle
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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