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Drei große Königspaläste gibt es hier im Norden von Südkorea und Chonmyo, den Ahnenschrein. Er dient als Heiligtum dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder der Königsfamilie. Die Lebensdaten und Heldentaten der Könige und ihrer Frauen wurden auf Holzplatten notiert, die zwischen der Außenmauer und dem Schrein vergraben sind. Im Schrein selber finden sich Kopien davon.
Die Anlage brannte 1592 nieder und wurde seither immer wieder umgestaltet. Es sind keine wertvollen Kunstschätze oder eine spektakuläre Architektur, welche an diesem Ort faszinieren. Seine Einzigartigkeit liegt vielmehr im Detail.
Man muss die Fantasie spielen lassen, wenn man sich hier befindet. Nur an einem Tag im Jahr kann man den Kult erleben, angeführt vom letzten Mitglied der Königsfamilie. Der Film gibt uns die Gelegenheit, dem Ereignis beizuwohnen.
Buch und Regie: Jang Jong Lee und Martin-Jochen Schulz Kamera: Peter Wendt
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Kulturdenkmal: Aufbewahrungsort vor allem der königlichen Ahnentafeln, Schreine zur Verehrung des Konfuzius und Gräber der königlichen Familie sowie Ort ritueller geistlicher Musik und der Opferung
Unesco-Ernennung: 1995
1392-1910 Herrschaft der Yi- oder Choson-Dynastie
1394-95 Bau des Schreins
1418-50 unter König Sejong Bau von Yongnyong-jon, Aufstellung der »Halle des ewigen Friedens« (1421)
1967 letzte Beisetzung einer königlichen Ahnentafel nach dem Tod der Königin Yun
seit 1971 Wiederaufleben der rituellen Zeremonien
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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