Anthony-Insel






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Ein heute völlig unbewohnte Insel im Pazifik vor der Küste Kanadas: In der Sprache ihrer ehemaligen Einwohner, der Haida-Indianer, heißt sie "Skungwa'ai". Nachdem sie einst von einer Pocken-Epedemie fast ausgelöscht worden wären, verließen sie ihre Heimat. Seit den 50er Jahren besinnen sich ihre Nachfahren wieder auf die Kultur der Ahnen und besuchen deren Wohnorte.

Die Haida kannten einmal den Überfluss, weil sie die Natur respektierten und im Einklang mit ihr lebten. Heute noch kann man die Zeugnisse ihrer Verbindung mit der spirituellen Welt sehen. In Totempfähle schnitzten sie Symbolfiguren und ihre Wappentiere, den Killerwal, Adler und Raben.

Mit einem ihrer Urenkel dürfen wir über die Insel streifen und die Spuren dieser einmaligen Kultur entdecken.

Buch und Regie: Wolfgang Katzke
Kamera: Rüdiger Kortz



Kulturdenkmal: auf der vormals als »Anthony Island« bekannten Insel, heute unter dem indigenen Namen »Skung Gwaii« geführt, das im 19. Jh. aufgegebene Dorf Nunsting mit den Überresten von 10 Häusern aus Zedernholz und 32 Totempfählen, ehemaliger Lebensmittelpunkt von 300 Einwohnern vom Volk der Haida

Unesco-Ernennung: 1981

um 5000 v. Chr.
durch Funde von Keilkernen und Abschlägen Nachweis der Besiedlung auf den Queen-Charlotte-Inseln

1774
Besuch von Juan Pérez Hernandez

1778
Besuch von Captain James Cook auf dessen dritter Weltreise

um 1880
Aufgabe von Nunsting, die letzten 25 Bewohner verlassen das Dorf


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



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