Grube Messel: Fossilienlagerstätte Grube Messel






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Was Pompeji für die Archäologie, bedeutet Messel für die Paläontologie. Hier stieß durch Zufall ein Naturforscher Ende letzten Jahrhunderts auf die Knochenabdrücke eines Krokodils, worauf die Fachleute hellhörig wurden.

Vor 49 Millionen Jahren war die Ölschiefergrube ein blühender Lebensraum, ein See, gelegen in einem tropischen Regenwald. Das Gebiet lag vor der Kontinentalverschiebung noch auf der Höhe des heutigen Siziliens, also näher am Äquator. Doch die klimatischen Bedingungen veränderten sich, und was auf den Boden des Sees sank, wurde zu Stein.

Nirgendwo gibt es so viele Fossilien auf so engem Raum, und kaum irgendwo sind sie so gut erhalten wie hier. Einer der berühmtesten Funde ist das "Urpferd", ein Vorfahre unseres heutigen Pferdes.

Buch und Regie: Josef Becker
Kamera: Holger Schüppel



Naturdenkmal: auf 0,7 qkm; im Ölschiefer außergewöhnlich gut erhaltene Fossilien aus der Zeit 49 Mio. vor Christus

Unesco-Ernennung: 1995

1875
erster Fossilienfund eines Alligators

1884
Gründung der Gewerkschaft Messel

1919
erste systematische paläontologische Untersuchungen

1924-45
Tagebau Messel Teil des IG-Farben-Konzerns

1971-91
Planungen zur Einrichtung einer Mülldeponie

1991
Ankauf durch das Land Hessen

Seit 14.6.1991
Eintrag als Boden- und Kulturdenkmal


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