Lorsch: ehem. Benediktiner-Abtei Lorsch mit ehem. Kloster Altenmünster






Filmtext
Interaktives Bilderbuch
Filmmusik
Externe Links

 


link



Es liegt ein Geheimnis um das Kloster Lorsch. Denn viel ist nicht mehr von ihm übrig. Einzig die prächtige Torhalle, die sogenannte Königshalle, zeugt noch vom Glanz, in dem die Anlage einst erstrahlt haben muss. Aber bei dem Gebäude weiß niemand sicher, welcher Funktion es diente. War es eine Kapelle, wurden dort Reliquien aufbewahrt?

Die Reichsabtei wurde im 8. Jahrhundert als Altenmünster gegründet. Von Karl dem Großen und seinen Nachfolgern erhielt sie großzügige Schenkungen und erlangte so Ansehen und Einfluss. Bald hatte das Kloster eine Bibliothek von 600 Bänden, ein unvorstellbarer Schatz zu damaligen Zeiten.

Der Niedergang begann jedoch schon im 12. Jahrhundert, und im 16. wurde die Abtei aufgehoben. Ein Brand und der Dreißigjährige Krieg schließlich machten aus dem ehemals glänzenden Benediktinerkloster einen Trümmerhaufen. Heute können wir uns nur noch versuchen vorzustellen, welche kulturelle Pracht hier einst herrschte.



Kulturdenkmal: ehemalige Benediktiner-Abtei mit ehem. Kloster Altenmünster

Unesco-Ernennung: 1991

12. Juli 764
urkundliche Erwähnung (Altenmünster)Schenkung einer Klosterbaustelle

772
Lorsch wird Reichsabtei

774
Weihe der Basilika St. Petrus und Paulus

Um 875
Bau der Königshalle

876-882
Gruftkapelle erbaut, Grablege von Ludwig dem Deutschen (gest. 876)

1557
Aufhebung des Klosters

1621
Brandschatzung

1697
barocker Umbau der Königshalle

Nach 1753
Abbruch der Basilika

1927-33
Ausgrabungen im Klosterbezirk

1935
Wiederherstellung der ursprünglichen Königshalle

1964
teilweise Zerstörung der Zehntscheune (16. Jhd.)

1999
Ausstellung von 12 Doppelseiten des berühmten Lorscher Evangeliars (um 810), einer prachtvollen Evangelienhandschrift mit wertvollem Elfenbeineinband


© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010



SWR
A-Z | Suche | Kontakt | Impressum 
© SWR 2010