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In Quedlinburg stand die Wiege der deutschen Nation: Im Jahr 919 trugen die deutschen Stämme dem jugendlichen Herzog Heinrich von Sachsen die Königskrone an: er war als Heinrich I. der erste deutsche "Reichsgründer". Quedlinburg war seine bevorzugte Residenz und auch seine Nachfolger wussten sie zu schätzen. Es ist das Flair des Romantischen, das in Städten mit historisch gewachsener Bausubstanz die Besucher fasziniert. So auch in Quedlinburg, dessen Altstadt mit ihren Handwerker- und Bürgerhäusern ein einmaliges Ensemble deutscher Städtebaukunst mit rund 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten bildet. Überragt wird die Stadt vom Schloss auf dem Burgberg und der Kirche des ehemaligen Frauenstiftes St. Servatius, einer romanischen Basilika.
Buch und Regie: Ute Geisler Kamera: Holger Schüppel
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Kulturdenkmal: ein Kleinod der Fachwerkarchitektur mit den aus dem 15.-18. Jh. stammenden Baudenkmälern
Unesco-Ernennung: 1994
922 urkundliche Erwähnung des sächsischen Königsgutes Quitilingaburg
936 Gründung eines Adelsdamenstifts
1017-1129 Bau von St. Servatius auf den Resten von Vorgängerkirchen
1179 Befestigung der Altstadt bezeugt
1321 Bau des gotischen Chorhauptes von St. Servatius
1337 Zusammenschluß von Alt- und Neustadt
1426 Beitritt zur Hanse
1427 Aufstellen der Rolandfigur vor dem Rathaus
16./17. JH. anstelle der Kaiserpfalz Bau des Renaissanceschlosses
1648 Anfertigung der Taufe für die spätgotische Kirche St. Benedikti
1724-1803 Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, der in Quedlinburg geboren wurde
1803 Stadt fällt an Preußen
1862-82 Bau des Südturmes der Stiftskirche St. Servatius
Seit 1992 der weltberühmte Kirchenschatz mit Servatiusreliquiar, Quedlinburger Itala und das Otto-Adelheid-Evangeliar wieder in St. Servatius an angestammtem Platz
1995 Bereitstellung von 32 Mio. Mark Fördermittel zur Sanierung der Stadt
© Chronik Verlag im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH Gütersloh/München 2000 - 2010
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